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Nicht-Orte. Geschichte und Kritik der globalen Stadt - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer 532902
Semester WiSe 2015/16 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist Es findet keine Online-Belegung über AGNES statt!
Wichtige Änderungen

Achtung! Ab dem 5. November findet das Seminar im größeren Raum 0.01 in der Sophienstr. 22 (2. HH) statt.

Termine

Gruppe 1 iCalendar Export iCalendar Export
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
iCalendar Export Do. 14:00 bis 16:00 wöch 15.10.2015 bis 29.10.2015 
Einzeltermine anzeigen
Pergamonpalais - 0.09 Georgenstraße 47 (GEO 47) - (Unterrichtsraum)   findet statt     30
iCalendar Export Do. 14:00 bis 16:00 wöch 05.11.2015 bis 11.02.2016 
Einzeltermine anzeigen
Institutsgebäude - 0.01 Sophienstraße 22-22a (SO 22) - (Unterrichtsraum)   findet statt     30
Gruppe 1:
 

Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Master of Arts  Kulturwissenschaft Hauptfach ( POVersion: 2008 )   -  
Master of Arts  Kulturwissenschaft Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Institut für Kulturwissenschaft, Wissens- und Kulturgeschichte
Inhalt
Kommentar

Bürgersteige, Parks, Autobahnen, Supermärkte, Flughäfen, Friedhöfe, Bibliotheken, Schiffe – Jane Jacobs, Michel Foucault, Michel de Certeau, Marc Augé u.a. denken die Stadt von dort aus, wo angeblich niemand wohnt, von den Nicht-Orten, Transiträumen oder Heterotopien europäischer und nordamerikanischer Gesellschaften aus. Die Stadt und ihre technologische Infrastruktur erscheint dabei zugleich als Symptom und als Akteur einer Handlungsmacht, die sich in sozialen, ökonomischen und politischen Prozessen niederschlägt.

Das Seminar fragt nach der Aktualität und dem kritischen Potential dieser Theorien des urbanen Raumes angesichts gegenwärtiger Perspektiven des Urban Designs und der Stadt als Teil globaler Systeme. Heute lässt sich in europäischen und nordamerikanischen Städten einerseits eine Ausdehnung der Nicht-Orte feststellen, in der Autobahnzubringer, Friedhöfe, Parkanlagen und Bibliotheken zunehmend ,bewohnt’ werden und sowohl gated communities als auch Einkaufszentren immer mehr innerstädtischen Raum beanspruchen. Dagegen erscheinen die sogenannten ,Smart Cities’, die als Prototypen bevorzugt im globalen Süden entstehen, im Ganzen als Nicht-Orte, die keinerlei Bezug zur Örtlichkeit herstellen. Lässt sich von den Theorien der Nicht-Orte aus eine Kritik an diesen vermeintlich nachhaltigen und ‚intelligenten’ Planstädten wie Masdar (Abu Dabi), Songdo (Südkorea) oder Dholera (Indien) formulieren? Oder erscheint die europäische Raumtheorie nur noch als historische Referenz für eine postkoloniale Geographie der Eucumenopolis, einer ,globalen Stadt’, die nicht weniger als die ganze Welt umfasst?

 

 

Literatur

Neil Brenner (Hg.), Implosions/Explosions. Towards A Study of Planetary Urbanization (2014); Michel de Certeau, Die Kunst des Handelns (1980), Marc Augé, Orte und Nicht-Orte (1994), Michel Foucault, „Andere Orte“ (http://www.uni-weimar.de/cms/uploads/media/Foucault_AndereRaeume_01.pdf); Henri Lefebvre, Die Revolution der Städte (2014); Richard Sennett, The Stupefying Smart City (https://www.youtube.com/watch?v=UPtrxAN2RnY).

Prüfung

Hausarbeit, multimediale Präsentation

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2015/16. Aktuelles Semester: WiSe 2018/19.
Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin