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Brechts Ökonomien - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer 5210102
Semester WiSe 2015/16 SWS 2
Rhythmus jedes Semester Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist Es findet keine Online-Belegung über AGNES statt!

Termine

Gruppe 1 iCalendar Export iCalendar Export
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
iCalendar Export Do. 16:00 bis 18:00 wöch
Einzeltermine anzeigen
Universitätsgebäude am Hegelplatz - 1.201 Dorotheenstraße 24 (DOR 24) - (Unterrichtsraum)   findet statt     1000
Gruppe 1:
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Wolf, Burkhardt , PD Dr.
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Master of Arts  Deutsche Literatur Hauptfach ( POVersion: 2007 )   -  
Master of Arts  Deutsche Literatur Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )     -  
Master of Arts  Europäische Literaturen Hauptfach ( POVersion: 2008 )   -  
Master of Arts  Europäische Literaturen Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät, Institut für deutsche Literatur
Inhalt
Kommentar

Falls Bertolt Brecht als Lehrstück-Autor ein ‚orthodoxer Marxist’ gewesen sein sollte, dann war der frühe und ‚experimentelle’ Brecht noch auf der Suche nach wirtschaftlicher Expertise. Wie die ökonomischen ‚Verhältnisse’ zu modellieren seien, war für ihn ein theoretisches und zugleich poetologisches Problem. Das SE soll sich um die Problematik dieser Modellierung drehen. Erstens soll es Brechts ‚Wirtschaftsgeschichten’, sein Interesse an den Gesetzen und Dynamiken der Geld- und Finanzwirtschaft erkunden, insbesondere an prominenten Chronotopoi wie den der Börse, an der ‚Schattenwirtschaft’ des Kapitalismus oder auch an US-amerikanischen Gründungs- und Erfolgsmythen. Zweitens soll Brechts ‚ökonomische Anthropologie’ im Zentrum stehen, seine Aufmerksamkeit für zeitgenössische Arbeitskonzepte und Arbeitsumgebungen, für klassische Entwürfe ökonomischer Urszenen, aber auch für die Wirkungsästhetik von Werbung und Reklame. Drittens werden ‚ökonomische Infrastrukturen’ Thema sein: Verkehrsverbünde und ihre versicherungstechnische Absicherung, Kommunikationskanäle und entsprechende Wissenskonzepte sowie die übergreifende Systemdifferenz von West und Ost im Kalten Krieg. Abschließend werden Brechts eigene ‚Produktionsmodelle’ zu untersuchen sein, seine Experimente mit der Verwertungslogik moderner Massenmedien, insbesondere der Presse, dem Buchhandel, dem Rundfunk und der Filmindustrie, zudem seine Auffassung von Autorschaft und jene Archivpolitik Brechts, die bis heute sein Bild entscheidend prägt. Das SE wird also verschiedene Textgattungen und Werkphasen durchqueren; es setzt dabei aber weniger umfassende Kenntnisse zur Brechtphilologie voraus als vielmehr ein allgemeines ›wissenspoetologisches‹ Interesse an ökonomischen Fragen.
Anmeldung und Übernahme eines Kurzreferats in der ersten Sitzung.

Literatur

Monika Dommann: „Bühnen des Kapitalismus: Der Getreidehandel als Wissensobjekt zwischen den Weltkriegen“. In: Berichte zur Wissenschaftsgeschichte. Special Issue: Wissensgeschichte ökonomischer Praktiken 37/2 (2014). S. 112-131 (online verfügbar).

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2015/16. Aktuelles Semester: WiSe 2019/20.
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