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Russland in Zentralasien: politische und kulturelle Verschränkungen Russia in Central Asia: political and cultural entanglements - Detailseite

Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer 53691
Semester SoSe 2026 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch-englisch
Belegungsfristen - Eine Belegung ist online erforderlich Zentrale Abmeldefrist    01.02.2026 - 30.09.2026    aktuell
Zentrale Nachfrist    13.04.2026 - 16.04.2026   
Zentrale Frist    01.02.2026 - 08.04.2026   
Veranstaltungsformat Präsenz

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Gebäude Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Mo. 14:00 bis 16:00 c.t. wöch 20.04.2026 bis 13.07.2026  507 (Seminarraum)
Stockwerk: 5. OG


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Edison-Höfe - Invalidenstraße 118 (I 118)

Außenbereich eingeschränkt nutzbar Innenbereich eingeschränkt nutzbar Parkplatz vorhanden Leitsystem im Außenbereich Barrierearmes WC vorhanden Barrierearme Anreise mit ÖPNV möglich
  findet statt     25
Gruppe 1:


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Schmoller, Jesko , Dr. verantwortlich
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Bachelor of Arts  Regionalst. Asien/Afrika Monobachelor ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   3+4  1 -  
Bachelor of Arts  Regionalst. Asien/Afrika Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   3+4  1 -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Institut für Asien- und Afrikawissenschaften
Inhalt
Kurzkommentar

Erwünscht sind Interesse für den historischen und kulturellen Kontext in der Region, sowie für post-koloniale und dekoloniale Fragestellungen.

Kommentar

Dieser Kurs befasst sich im weiteren Sinne mit Identitätspolitik in Zentralasien. Speziell geht es um die Interpretation von Kultur und Geschichte vor dem Hintergrund von Imperialismus und Kolonialismus. Um den Umgang mit russischer Präsenz und Intervention in innere Angelegenheiten in der Region besser zu verstehen, wollen wir auch einen Blick in die Vergangenheit werfen. Eine wichtige Rolle spielt die Einverleibung Zentralasiens in das russische Reich im 19. Jahrhundert und die Kolonisierung heimischer Lebensweisen. Wir betrachten die schrittweise Eroberung und Verwaltung der Region durch russische Truppen und Diener des Staates. Auch wenn die Sowjetunion sich gerne als Gegenstück zu europäischen Imperialmächten darstellte, weist jene Zeit eine Reihe von Kontinuitäten mit der Vergangenheit auf. Ein Beispiel stellt die Zwangsansiedlung von Nomaden dar, was als Eingriff in traditionelle Lebensstile gewertet werden darf. Bei der Regulierung des Islams handelt es sich um ein weiteres durchgehendes Thema, mit dem wir uns beschäftigen wollen. Im letzten Teil des Kurses wird unser Schwerpunkt auf dekolonialem Aktivismus in der Gegenwart liegen. Hier wollen wir schauen, wie Kultur und Geschichte von verschiedenen Gruppen und Individuen umgewertet werden, um sich von dem kolonialen Erbe der Vergangenheit zu befreien. Der Kurs wird unterstützt von Victoria Kravtsova, Doktorandin am Zentralasien-Seminar und seit Langem in dekolonialen Kreisen in der russischen Diaspora und Zentralasien aktiv.

 

This course broadly examines identity politics in Central Asia. Specifically, it focuses on the interpretation of culture and history against the backdrop of imperialism and colonialism. To better understand the reaction to the Russian presence and intervention in the region's internal affairs, we will also look to the past. The incorporation of Central Asia into the Russian Empire in the 19th century and the colonization of local ways of life play a crucial role. We will consider the gradual conquest and administration of the region by Russian troops and state agents. Although the Soviet Union often portrayed itself as the antithesis of European imperial powers, this period exhibits a number of continuities with the past. One example is the forced resettlement of nomads, which can be considered an infringement on traditional lifestyles. The regulation of Islam is another recurring theme we will explore. In the final part of the course, we will focus on contemporary decolonial activism. Here we will examine how culture and history are re-evaluated by different groups and individuals in order to liberate themselves from the colonial legacy of the past. The course is supported by Victoria Kravtsova, a doctoral candidate at the Central Asian Seminar and long active in decolonial circles in the Russian diaspora and Central Asia.

Literatur

Literatur zur Kultur und Geschichte Zentralasiens sowie deren Hinterfragung und Umdeutung in der Gegenwart.

Bemerkung

Regionaler Fokus auf Zentralasien

 

Erwartete Teilnahmeleistung: eine Präsentation.

Prüfung

ja

Hausarbeit

Zielgruppe

Studierende, die sich eingehender mit dekolonialen Prozessen in Zentralasien befassen wollen.

Strukturbaum

Die Veranstaltung wurde 3 mal im Vorlesungsverzeichnis SoSe 2026 gefunden:

Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin