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Ringvorlesung: One Object Lessons - Detailseite

Grunddaten
Veranstaltungsart Ringvorlesung Veranstaltungsnummer 533604
Semester WiSe 2025/26 SWS 2
Rhythmus Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch-englisch
Belegungsfristen - Eine Belegung ist online erforderlich Zentrale Abmeldefrist    01.07.2025 - 31.03.2026    aktuell
Institut für Kunst- und Bildgeschichte 1. Frist    22.09.2025 - 20.10.2025   
Veranstaltungsformat Präsenz

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Gebäude Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Mi. 14:00 bis 16:00 wöch 22.10.2025 bis 11.02.2026  3075 (Hörsaal)
Stockwerk: 2. OG


Universitäts-Hauptgebäude - Unter den Linden 6 (UL 6)

Außenbereich eingeschränkt nutzbar Innenbereich eingeschränkt nutzbar Parkplatz vorhanden Barrierearmes WC vorhanden Barrierearme Anreise mit ÖPNV möglich
  findet statt     144
Gruppe 1:


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Dorgerloh, Annette , PD Dr.
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Bachelor of Arts  Kunst- und Bildgeschichte Kernfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )     -  
Bachelor of Arts  Kunst- und Bildgeschichte Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )     -  
Bachelor of Arts  Kunst- und Bildgeschichte Kernfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2025 )     -  
Bachelor of Arts  Kunst- und Bildgeschichte Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2025 )     -  
Master of Arts  Kunst- und Bildgeschichte Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )     -  
Master of Arts  Kunst- und Bildgeschichte Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2025 )     -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Institut für Kunst- und Bildgeschichte
Inhalt
Kommentar

Ein Objekt, im Sinne von lat. objectum, ist etwas, auf das sich ein Gedanke stützt oder bezieht. Eine der grundlegenden Fragen geisteswissenschaftlicher Forschung lautet: Wie verhält sich das Singuläre zum Allgemeinen? Wie können wir individuellen Erfahrungen, Motivationen und Entscheidungen gerecht werden und zugleich Phänomene struktureller historischer Veränderung erfassen?

Der Fokus auf das einzelne Objekt und dessen Materialität resultiert aus bzw. mündet in objektzentrierte museale Sammlungen und Ausstellungen. Er ist Teil einer Methodengeschichte, die mit der Etablierung der Kunstgeschichte als akademische Disziplin im 19. Jahrhundert einsetzt, wobei ästhetische und historische Kritik mit Stilkritik kombiniert werden. Dass man ein Objekt nie ganz zu greifen bekommt, Aspekte vernachlässigt oder in den Hintergrund gerückt werden und man sich – im Sinne Edgar Winds – an einer Versöhnung von Ästhetik und kulturgeschichtlichem Kontext abarbeitet, hat vielmehr eine Methodenpluralität gefördert, die die heutige Kunstwissenschaft charakterisiert. Spätestens mit dem material turn stehen das Einzelne und das Materielle fast notwendigerweise im Mittelpunkt kunstwissenschaftlicher Forschung.

Im Rahmen der Ringvorlesung „One Object Lesson“ präsentieren wissenschaftliche Mitarbeiter*innen und Forscher*innen am Instituts für Kunst- und Bildgeschichte Case Studies zu einzelnen Objekten – von monumentalen und großformatigen bis hin zu kleinsten Artefakten –, um damit zugleich methodische Ansätze zu diskutieren. Jedes Objekt – Textil, Mosaik, Bauwerk, Papier, Gemälde oder Plastik - erlaubt es dabei (nicht nur) seinen spezifischen historischen Kontext zu analysieren und stellt die Betrachter*innen vor unterschiedliche methodische Herausforderungen.

Die Vorträge und Diskussionen finden auf Deutsch oder Englisch statt.

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(English version)

The Latin word ‘objectum,’ root of the modern English object or German Objekt, means that which is thrown before, which stands in the way, which objects ; it is that on which thought stumbles but also that on which thought rests and to which it refers. In focusing on objects, understood both abstractly as ‘objects of study’ and concretely as things in the world, we point to one of the basic questions of research in the humanities : what is the relationship of the general to the singular ? How can we be true to the experience, motivations, and choices of individuals while also understanding broader currents of historical change?

A focus on individual objects in their materiality both results from and results in object-centered museum collections and exhibits. It is part and parcel of the history of art-historical method, already present in the establishment of art history as an academic discipline in the nineteenth century. Then, the object served as a necessary but problematic locus for the attempt to reconcile the criticism of style with the study of historical context. Today, art history is characterized by a great methodological plurality, which can be said to respond to the insurmountable resistance of objects to complete mental appropriations: since objects can never be fully grasped by the mind, some aspects always fall away or fade to the background, needing to be recovered by a new approach. Among these, the material turn has contributed to recentering objects and their materiality in art-historical inquiry.

Within the Ringvorlesung, or lecture series, ‘One-Object Lessons,’ lecturers and researchers at the Institut für Kunst- und Bildgeschichte present case studies around individual objects — from the large-scale and monumental to the smallest and most fragile — and reflect over their methodological approaches. Each object — textile, mosaic, building, paper, painting or sculpture — enables its interlocutor (among other issues) to illuminate different aspects of a specific historical context ; each object also throws up its own methodological challenges.

The talks and dicussions will be held in German or English.

Bemerkung

Bei Fragen zur Teilnahme oder Organisation kommen Sie gerne in die 1. Sitzung.

Strukturbaum

Die Veranstaltung wurde 6 mal im Vorlesungsverzeichnis WiSe 2025/26 gefunden:

Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin