Das System von landwirtschaftlicher Produktion, Distribution der Produkte und Konsum von Lebensmitteln hat in den letzten Jahrzehnten tiefgreifende Veränderungen erfahren. Abhängig von komparativen Vorteilen (z. B. naturräumlichen Bedingungen, Produktionskosten, räumlicher Lage, Einbettung in Transportsysteme) haben sich regionale Spezialisierungen in der Produktion von bestimmten Produkten entwickelt; solche Agrarcluster – wie die Apfelproduktion im Alten Land (D), die Schweineproduktion im Oldenburger Münsterland (D), der Blumenanbau in der Naivasha Region (Kenia) oder der Gemüseanbau am Mount Kenia (Kenia) sind in Globale Warenketten eingebunden. Zugleich gewinnen regionale Produkte – wie der Gartenbau im Umland von Berlin oder das Urban Gardening in Städten des Globalen Südens an neuer Bedeutung. Und auch die Verhaltensweisen von Verbraucher*innen verändern sich mit einerseits einer Orientierung auf günstige Preise, der Erwartung, ganzjährig alle Frischeprodukte zu erhalten, oder dem Erwerb von nachhaltig erzeugten Produkten.
In der Veranstaltung werden auf verschiedenen räumlichen Ebenen die Entwicklungen der landwirtschaftlichen Produktion, ihre Einbindung in lokale, nationale und internationale Warenketten und die Veränderung von Konsummustern behandelt. Sie umfasst einen eher als Vorlesung gestalteten Teil, Vorträge von Studierenden und Exkursionen zu Standorten landwirtschaftlicher Produktion und Distribution im Raum Berlin.
Wird in der Veranstaltung bekannt gegeben.
Hausarbeit
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