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Aus der Nacht heraus. Kinderperspektiven - Detailseite

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  • Online Belegung noch nicht möglich oder bereits abgeschlossen
Grunddaten
Veranstaltungsart Vorlesung Veranstaltungsnummer 532810Ü
Semester SoSe 2025 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfristen - Eine Belegung ist online erforderlich
Veranstaltungsformat Präsenz

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Gebäude Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Do. 12:00 bis 14:00 wöch 17.04.2025 bis 17.07.2025  2.301 (Reutersaal (Hörsaal mit Orgel))
Stockwerk: 3. OG


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Universitätsgebäude am Hegelplatz - Dorotheenstraße 24 (DOR 24)

Außenbereich eingeschränkt nutzbar Innenbereich nutzbar Parkplatz vorhanden Barrierearmes WC vorhanden Barrierearme Anreise mit ÖPNV möglich
  findet statt     50
Gruppe 1:
Zur Zeit keine Belegung möglich


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Därmann, Iris, Professor, Dr. phil.
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Institut für Kulturwissenschaft und Medienwissenschaft
Inhalt
Kommentar

In Gewalträumen erweisen sich Kinder als Miterfinder*innen einer Menschheit der Sensibilität. Ihre „Erfindsamkeit“ (Nietzsche) artikuliert sich in Beziehungsformen, die den Charakter unzerreißbarer Geschwisterlichkeit annehmen, und in kulturellen Praktiken, die von der Gabe und dem Teilen dürftiger Güter bestimmt sind. Unter Bedingungen zerstörter Kindheit geht ihre Erfindsamkeit eine Verbindung mit einer vitalen Widerstandskraft ein, die punktuell aus der Nacht der Gewalt herausführt. Das gilt für die „Spiele inmitten des Schattens“, die Georg Eisen untersucht hat. Es gilt für die Bildgeschichte der Shoah überlebender Kinder, die Marie Paneth zu sehen gegeben hat, und für die anarchische Güte der Kinder aus dem Ghetto Theresienstadt, die Anna Freud in ihre Obhut genommen hat. In diesen und weiteren Fallgeschichten from the children’s point of view treten Kinder sowohl in ihrer verletzten Subjektivität als auch in ihren je eigenen Subjektivierungsformen in Erscheinung. Sie erschüttern unsere infantilisierende Vorstellung von Kindheit und verlangen nach neuen hyper-demokratischen Institutionen. Dafür steht die Kinderrepublik von Janusz Korczak Pate. Die aus der Résistance hervorgegangene institutionelle Psychotherapie und Anti-Psychiatriebewegung schaffte neue demokratische Institutionen egalitärer Teilhabe und durchlässige Räume für verletzte Subjektivitäten. Die in der Vorlesung entfalteten Fallgeschichten und Kinderperspektiven bilden einen kritischen Stachel für ein Denken der „kommenden Demokratie“ (Derrida) mit Kindern.

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SoSe 2025. Aktuelles Semester: WiSe 2025/26.
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