Gruppe 1: "Empirische Schulsportforschung: Lehrer*innen und Schüler*innen im Schulsport"
Die Studierenden lernen wissenschaftliche Theorien und Methoden der Sportpädagogik / empirischen Schulsportforschung an Beispielen aus dem Schulsport vertiefend kennen, setzen sich mit empirischen Befunden der Schulsportforschung, insbesondere mit der Schüler- und Lehrerforschung, kritisch auseinander, leiten erste Schlussfolgerungen/Konsequenzen für die Schulsportpraxis ab und setzen sich mit den eigenen Erfahrungen, Wahrnehmungen, Einstellungen und Handlungsmustern bewusster auseinander. Darüber hinaus erweitern die Studierenden Techniken und Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens sowie des Präsentierens/Moderierens wissenschaftlicher Inhalte.
Gruppe 2 + Gruppe 3: "Pädagogische Qualität im (Schul-)Sport"
Wer sportliches Training oder Sportunterricht beobachtet, beurteilt immer unwillkürlich und intuitiv, was die Lehrkraft gut macht und was ihr weniger gut gelingt. Diese Einschätzungen hängen mit den eigenen Erfahrungen zusammen. Menschliche Wahrnehmung ist jedoch immer viel selektiver, als man es selbst für möglich hält. Um im Training oder im Sportunterricht das wirklich pädagogisch Wichtige zu sehen, muss man seine Aufmerksamkeit gezielt lenken. Nämlich auf solche Merkmale, die wissenschaftlich fundiert beitragen zu einem lernfreundlichen Klima, einer wirksamen Lenkung der Lerngruppe und optimalen Lern- und Trainingsfortschritten durch effektive Instruktion und Feedback.
Die Lenkung der Aufmerksamkeit auf pädagogische Qualitätsmerkmale ist leichter gesagt als getan. In der Veranstaltung werden wir folgende Schritte dazu unternehmen:
- Wissen vertiefen: Welche wissenschaftlich fundierten Verhaltensmerkmale von Lehrkräften fördern Lernklima, Gruppenlenkung und Lernfortschritt?
- An Videos die eigene Wahrnehmung von Qualitätsmarkern entwickeln: Kann ich o. a. Merkmale im komplexen Fluss von wirklichem Training bzw. Sportunterricht identifizieren?
Vorausgesetzt ist die Bereitschaft, evidenzbasierte Kriterien und ihre theoretischen Hintergründe zu erlernen und die eigene Wahrnehmungsfähigkeit weiterzuentwickeln. Die Arbeitsleistungen im Seminar bestehen aus der Lösung von Beobachtungsaufgaben an Videomaterial, durch die zudem der eigene Kompetenzfortschritt in Hinblick auf die Wahrnehmung pädagogischer Qualität in Training und Sportunterricht überprüft werden kann (3 Reliabilitätstests).
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