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Hexen. Perspektiven auf ein Phänomen (weiblicher?) Fremdzuschreibung und Wiederaneignung - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer 532820
Semester SoSe 2024 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist Es findet keine Online-Belegung über AGNES statt!
Veranstaltungsformat Präsenz

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Gebäude Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Mi. 16:00 bis 18:00 wöch 17.04.2024 bis 17.07.2024  0.03 (Seminarraum(Kulturwiss.))
Stockwerk: EG


Soph22 Institutsgebäude - Sophienstraße 22-22a (SO 22)

  findet statt     30
Gruppe 1:
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Müller, Xenia , M.A. verantwortlich
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Bachelor of Arts  Kulturwissenschaft Kernfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Bachelor of Arts  Kulturwissenschaft Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Bachelor of Science  Kulturwissenschaft Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Institut für Kulturwissenschaft
Inhalt
Kommentar

Die Aufarbeitung der Hexenverfolgung gehört ohne Zweifel zur feministischen Geschichtsschreibung. Der Begriff Hexe zeichnet einerseits das Bild einer alten, hässlichen Einsiedlerin, die das weibliche Böse verkörpert und ihre besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten dazu nutzt, Unheil zu stiften. Andererseits wird den historisch als Hexen verfolgten Frauen würdigend nachgesagt, sie hätten besonderes naturheilkundliches und astrologisches Wissen besessen und seien als Geburtshelferinnen, aber auch als Durchführerinnen von Schwangerschaftsabbrüchen tätig gewesen. Daran anknüpfend wird der Hexenbegriff durch seine zeitgenössische Wiederaneignung immer mehr zum Symbol alternativer Lebensentwürfe und feministischer Selbstermächtigung, er steht aber auch für essentialistische Geschlechterbilder und moderne Esoterik.

Solchen Ambivalenzen auf der Spur, widmet sich das Seminar der Hexenverfolgung des europäischen Mittelalters im Zusammenhang mit patriarchaler Misogynie, Christianisierung und gesellschaftlichen Krisen und verfolgt dieses Phänomen (weiblicher?) Fremd- und Selbstzuschreibung bis in die Gegenwart.

Prüfung

Klausur am 22.7.2024

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SoSe 2024. Aktuelles Semester: WiSe 2024/25.
Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin