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Bildung und Technik - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer 54177
Semester WiSe 2020/21 SWS 2
Rhythmus Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist - Eine Belegung ist online erforderlich KSBF-Frist    28.09.2020 - 28.10.2020   
Veranstaltungsformat Digital

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
Do. 12:00 bis 14:00 wöch 05.11.2020 bis 25.02.2021    Reh findet statt     30
Gruppe 1:
Zur Zeit keine Belegung möglich


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Reh, Sabine , Prof.Dr. verantwortlich
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Bachelor of Arts  Erziehungswissenschaften Kernfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2016 )   -  
Bachelor of Science  Erziehungswissenschaften Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2016 )   -  
Bachelor of Arts  Erziehungswissenschaften Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2016 )   -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Institut für Erziehungswissenschaften, Historische Bildungsforschung
Inhalt
Kommentar

„Bildung“ und „Kultur“ seien – so Bollenbeck (1994) – ein deutsches Deutungsmuster, entstanden im Neuhumanismus und im Deutschen Idealismus. Thomas Mann bringt es ca. 100 Jahre später auf den Punkt, wenn er im Namen von „Kultur, Seele, Freiheit, Kunst“ gegen „Zivilisation, Gesellschaft, Stimmrecht und Literatur“ polemisiert. Immer werden damit ebenfalls Vorbehalte gegen Empirismus und Materialismus und schließlich – gegen Technik und technische Entwicklungen und auch gegen den Einsatz von Maschinen und technischen Medien in schulischer Bildung verbunden. Auf die Bedeutung dieses Musters im 20. Jahrhundert und die in dessen Kontext verstärkt erfolgende Auseinandersetzung mit Technik soll im Seminar der vertiefende Blick geworfen werden. Wir wollen für die 1920er und die 1950er Jahre untersuchen, wie die im pädagogischen Feld geführten Diskurse über Technik diese selbst thematisieren, welche Herausforderungen man damit verbunden sieht und wie sich entsprechende Diskurse schließlich in den 1960er und 1970er Jahren möglicherweise verändern (vgl. Kurig 2015). Wir werden dazu Texte untersuchen – Texte aus dem Umkreis der geisteswissenschaftlichen Pädagogik, solche, in denen sich Lehrkräfte, Lehrerverbände und Schulverwaltungen äußern und – zumindest für die 1950er und 1960er Jahre – auch Texte, Bilder und Karikaturen in den Blick nehmen, die von Schülerinnen und Schülern in Schülerzeitungen veröffentlicht wurden. Auf diese Weise können wir erkennen, ob und wie sich das alte deutsche Deutungsmuster „Bildung“ transformiert fortsetzt – oder endgültig ad acta gelegt werden konnte.

Literatur

Georg Bollenbeck (1994): Bildung und Kultur. Glanz und Elend eines deutschen Deutungsmusters. Frankfurt/Main: Insel.

Julia Kurig (2015): Bildung für die technische Moderne. Pädagogische Technikdiskurse zwischen den 1920er und den 1950er Jahren in Deutschland. Würzburg: Königshausen & Neumann.

Strukturbaum

Die Veranstaltung wurde 2 mal im Vorlesungsverzeichnis WiSe 2020/21 gefunden:

Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin