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Kooperationen, Konflikte, Konkurrenzen: Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften im 19. und 20. Jahrhundert - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Vorlesung Veranstaltungsnummer 840081
Semester SoSe 2020 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist - Eine Belegung ist online erforderlich
Veranstaltungsformat Digital

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
Do. 09:00 bis 12:00 wöch Institutsgebäude - 0323-26 Hausvogteiplatz 5-7 (HV 5) - (Unterrichtsraum)   findet statt     30
Gruppe 1:
Zur Zeit keine Belegung möglich


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Bösl, Elsbeth, Professorin verantwortlich
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Universitätsverwaltung, Studienabteilung (I), Administration Qualitätspakt Lehre, bologna.lab
Inhalt
Kommentar

Mit der Erforschung der Vergangenheit befassen sich viele Fächer: Geschichtswissenschaft, Archäologie, Anthropologie, Geologie, Ethnologie, Kulturwissenschaften – und in den letzten Jahren verstärkt auch einige Biowissenschaften. Die Vorlesung stellt die Vergangenheitsforschung in ihrer historischen Gewordenheit vor: Wie entstanden die jeweiligen Erkenntnisinteressen, Methoden und Forschungspraktiken, die Orte von Wissenschaft, die Maßstäbe wissenschaftlicher Rationalität und die fachlichen Selbstverständnisse? Wir erleben dabei Wissenschaft als gesellschaftliche Institution und kulturelle Praxis und werden aufmerksam auf die gesellschaftlichen Ursachen und Auswirkungen der wissenschaftlichen Wissensproduktion. Wir sehen, dass Erkenntnis – wie jede soziale Aktivität – gesellschaftlich formatiert wird und erfahren etwas über die Ressourcen und Kontexte, die Erkenntnis prägten. Trotz aller Ausdifferenzierung und Konkurrenz gab es stets auch Kooperationen und Allianzen. Mathematik, Statistik, Metallurgie, Botanik, Chemie und andere haben im Lauf des 20. Jahrhunderts zum Beispiel immer wieder ihre Daten und Verfahren der Geschichtswissenschaft und Archäologie zur Verfügung gestellt. Der Anspruch der neu in die Vergangenheitsforschung eintretenden biowissenschaftlichen Fächer Populationsgenetik und Molekularbiologie ist aber größer, denn beispielsweise die Genetic History versucht, mit exakten und nachprüfbaren naturwissenschaftlichen Verfahren und harten Evidenzen die Vergangenheit zu erklären, zugleich aber auch für soziokulturelle Sinnstiftung zu übernehmen – eine Aufgabe, die einstmals, vereinfacht ausgedrückt, im Ausschlussverfahren den Geisteswissenschaften überlassen wurde. Konflikte waren die Folge und auch politisch und ethisch brisante Fragen sind aufgetaucht. Das Potential einer interdisziplinären Vergangenheitsforschung auf Augenhöhe ist aber groß. Damit sie gelingt, ist es sinnvoll, die wissenschaftshistorischen und erkenntnistheoretischen Hintergründe zu kennen. 

Bei Fragen oder Interesse an der Teilnahme nehmen Sie bitte Kontakt mit der Lehrenden auf: elsbeth.boesl(at)unibw.de

Aufgrund der aktuellen Situation ist eine Teilnahme am Kurs auch nach dem Verstreichen der Einschreibefrist unter Umständen noch möglich. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich per Mail an die Lehrenden.

Zielgruppe

Das Seminar richtet sich an Studierende aller Fachrichtungen. Es ist Teil des interdisziplinären Studienprogramms »Vielfalt der Wissensformen«. Es können 3 Leistungspunkte erworben werden. Nähere Informationen unter: https://hu.berlin/VdW

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SoSe 2020. Aktuelles Semester: WiSe 2020/21.
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