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Joseph Roths „Radetzkymarsch“ - Detailseite

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  • Online Belegung noch nicht möglich oder bereits abgeschlossen
Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer 5210037
Semester WiSe 2020/21 SWS 2
Rhythmus jedes Semester Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist - Eine Belegung ist online erforderlich Zentrale Frist (späterer Beginn)    01.09.2020 - 28.10.2020   
Veranstaltungsformat Digital

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
Di. 12:00 bis 14:00 wöch     findet statt     35
Gruppe 1:
Zur Zeit keine Belegung möglich


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Matala de Mazza, Ethel , Prof. Dr.
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Bachelor of Arts  Deutsch Kernfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2018 )   -  
Bachelor of Arts  Deutsch Kernfach ( Vertiefung: mit LA-Option; POVersion: 2018 )   -  
Bachelor of Arts  Deutsch Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2018 )   -  
Bachelor of Arts  Deutsch Zweitfach ( Vertiefung: mit LA-Option; POVersion: 2018 )   -  
Bachelor of Science  Deutsch Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2018 )   -  
Bachelor of Science  Deutsch Zweitfach ( Vertiefung: mit LA-Option; POVersion: 2018 )   -  
Bachelor of Arts  Deutsche Literatur Kernfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2018 )   -  
Bachelor of Science  Deutsche Literatur Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2018 )   -  
Bachelor of Arts  Deutsche Literatur Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2018 )   -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät, Institut für deutsche Literatur
Inhalt
Kommentar

Joseph Roths Roman „Radetzkymarsch“ erschien 1932. Die Habsburger Monarchie, von der er erzählt, war zu dieser Zeit schon Geschichte, denn vom Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn – einem politischen Koloss mit greisem kaiserlichen Oberhaupt – war nach dem Ersten Weltkrieg nur eine läppische Alpenrepublik übrig geblieben. Leutnant Carl Joseph von Trotta, die Hauptfigur des Romans, wird das Debakel der k.u.k. Armee nicht mehr erleben. Er stirbt früh in den ersten Kriegstagen, als er seinen durstigen Kameraden Linderung verschaffen will und beim Wasserholen unter Beschuss gerät. Die „Welt von gestern“ (Stefan Zweig), deren Ende sich in diesem banalen Infanteristen-Tod abzeichnet, kann im melancholischen „Radetzkymarsch“ als mondäne Offizierswelt besichtigt werden, in der Paraden und ödes Exerzieren, Bälle und Saufgelage, Casino- und Bordellbesuche an der Tagesordnung waren und Uniformen soziale Hochachtung garantierten. Das Seminar wird dem Roman eine eingehende Lektüre widmen und nach dem „habsburgischen Mythos“ (Claudio Magris) fragen, den er im Rückblick erzeugt. Ausgegriffen wird dabei auf politische, kultur- und sozialhistorische Kontexte, auf andere Leutnantskarrieren in der Literatur des ausgehenden 19. Jahrhunderts – bei Schnitzler und, kontrastiv, bei Fontane –, schließlich auf weitere Erzählungen und Feuilletons aus den 1920er und 1930er Jahren, in denen Roth das Bild des versunkenen Österreich-Ungarn nachbearbeitet.

Bemerkung
Das SE wird in einer Mischung aus synchronen und asynchronen Elementen durchgeführt. Vorgesehen sind wöchentliche Zoom-Sitzungen.
 

Strukturbaum

Die Veranstaltung wurde 3 mal im Vorlesungsverzeichnis WiSe 2020/21 gefunden:

Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin