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Unterscheiden, Urteilen, Eingreifen: Spielarten der Kritik - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer 5210103
Semester WiSe 2020/21 SWS 2
Rhythmus jedes Semester Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist - Eine Belegung ist online erforderlich Zentrale Frist (späterer Beginn)    01.09.2020 - 28.10.2020   
Veranstaltungsformat Digital

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
Do. 14:00 bis 16:00 wöch     findet statt     30
Gruppe 1:
Zur Zeit keine Belegung möglich


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Willer, Stefan , Prof. Dr.
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Master of Arts  Deutsche Literatur Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Master of Arts  Europäische Literaturen Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Master of Arts  Geschl.stud./Gender Stud. Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )     -  
Programmstud.-o.Abschl.MA  Geschl.stud./Gender Stud. Programm ( POVersion: 1999 )     -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät, Institut für deutsche Literatur
Inhalt
Kommentar

Dem Wortsinn nach bedeutet Kritik 'Trennung' oder 'Unterscheidung'. Die Fähigkeit, Unterscheidungen zu treffen, ist fundamental für wissenschaftliches Denken und Arbeiten, also auch für die Literaturwissenschaft. Das betrifft zunächst die philologische Textkritik, d.h. die Unterscheidung verschiedener Überlieferungszeugnisse. Kritik meint aber auch reflexives Urteilen, das Vermögen, "nachzugrübeln: woher es komme, daß […] dieses wohl, jenes aber übel gefällt", wie es in Gottscheds Versuch einer Critischen Dichtkunst (1729) heißt. Kritik bezeichnet außerdem die Leidenschaft, sich über Urteile und Urteilskraft zu streiten, also, um beim Beispiel zu bleiben, den Versuch einer Critischen Dichtkunst mit diversen gegenläufigen Critischen Abhandlungen zu beantworten, wie es Gottscheds Kontrahenten Bodmer und Breitinger unternahmen. Im Spannungsfeld von Unterscheiden, Urteilen und Streiten sind die (literatur-)kritischen Positionen angesiedelt, die im Seminar diskutiert werden: von der Aufklärung (Lessing) über die Romantik (Schlegel, Schleiermacher) und die Kritische Theorie (Benjamin, Adorno) bis hin zu aktuellen Debatten um creative criticism (Poovey) und postcritique (Felski).

Literatur

Zur Orientierung: Kurt Röttgers: "Kritik" (in: Geschichtliche Grundbegriffe, hg. von Otto Brunner u.a., Bd. 3, Stuttgart 1982, S. 651-675); Martin Fontius: "Kritisch/Kritik" (in: Ästhetische Grundbegriffe, hg. von Karlheinz Barck u.a., Bd. 3, Stuttgart 2001, S. 450-489).

Bemerkung

Das SE setzt auf einen hohen Anteil von Eigenstudium; es werden aber regelmäßig Zoom-Sitzungen stattfinden.

Strukturbaum

Die Veranstaltung wurde 2 mal im Vorlesungsverzeichnis WiSe 2020/21 gefunden:

Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin