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Werturteil, Faktizität und Standortbindung. Zu Objektivität und Subjektivität in den Geschichtswissenschaften - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Übung Veranstaltungsnummer 51465ÜWP
Semester WiSe 2019/20 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist - Eine Belegung ist online erforderlich
Veranstaltungsformat Präsenz

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
Di. 16:00 bis 18:00 wöch von 22.10.2019  Institutsgebäude - 5008 Friedrichstraße 191 (FRS191) - (Unterrichtsraum)   findet statt     3
Gruppe 1:
Zur Zeit keine Belegung möglich


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Mergel, Thomas , Prof. Dr.
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Philosophische Fakultät, Institut für Geschichtswissenschaften
Inhalt
Kommentar

Inwiefern Wissenschaft, und gerade eine Humanwissenschaft, objektive (also vom Standpunkt des Betrachters unabhängig gültige) Erkenntnisse über ihren Gegenstand zu produzieren vermag, ob sie dies überhaupt soll, ist nicht nur bei der Geschichtswissenschaft seit jeher ein systematisches theoretisches Problem. In Zeiten von Plagiat, Fake News und der politischen Inanspruchnahme wissenschaftlicher Wahrheitsansprüche wie auch der offensiven politischen Parteilichkeit von Wissenschaftlern und Wissenschaft (etwa in den postcolonial studies oder in der nationalistischen Geschichtsschreibung nach 1989 in einzelnen Ländern des ehemaligen Ostblocks) ist das Thema aktueller denn je. Dabei muss aber unterschieden werden zwischen Positionen, die eine „Standortbindung“ in einem reflexiven Sinn für unvermeidlich halten und diese in das methodologische Setting einbringen wollen, weil diese einen „Sehepunckt“ (Johann Chladenius) gewährleiste, und zwischen den Positionen, die so etwas wie Objektivität gar nicht für notwendig halten, weil sie der Geschichtswissenschaft (und anderen Wissenschaften) sowieso Parteilichkeit, also einen politischen Auftrag, zur Aufgabe machen. Es ist zu unterscheiden zwischen Faktizität, also der Ermittlung von intersubjektiv anerkannten Tatsachen, und Werturteil, also der wertenden Stellungnahme gegenüber historischen Phänomenen. Die Veranstaltung möchte diesen Fragen historisierend nachgehen, beginnend mit klassischen Texten bis hin zu aktuellen Debatten.

Die Veranstaltung stellt eine Wiederholung vom WS 2018/19 dar, weil damals das Interesse so groß war. Demzufolge sind die Teilnehmer und Teilnehmerinnen dieser ersten Veranstaltung gebeten, sich nicht mehr anzumelden.

Literatur

Max Weber, Die ‚Objektivität‘ sozialwissenschaftlicher und sozialpolitischer Erkenntnis, in: ders., Gesammelte Aufsätze zur Wissenschaftslehre. Hrsg. von Johannes Winckelmann (1922). Tübingen 19856, 21-100

Max Weber, Der Sinn der »Wertfreiheit« der soziologischen und ökonomischen Wissenschaften, in: ebd., 176-235

Reinhart Koselleck u.a. (Hg.), Objektivität und Parteilichkeit in der Geschichtswissenschaft, München 1977

Bemerkung

Ausgleichsberechtigte Studierende wenden sich zur bevorzugten Platzvergabe per E-Mail mit einem Nachweis der Ausgleichsberechtigung an die Studienkoordinationsstelle Geschichte. Ausschlussfrist für die Geltendmachung von Ausgleichsberechtigungen ist der letzte Tag der zentralen Frist, 16 Uhr. Textnachrichten in AGNES werden hingegen nicht gelesen!

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2019/20. Aktuelles Semester: WiSe 2020/21.
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