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Infrastrukturgeschichte – zu Potentialen und Grenzen eines Forschungsfeldes - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Übung Veranstaltungsnummer 51458ÜWP
Semester WiSe 2019/20 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist - Eine Belegung ist online erforderlich
Veranstaltungsformat keine Angabe

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
Mo. 14:00 bis 16:00 wöch von 21.10.2019  Universitätsgebäude am Hegelplatz - 1.405 Dorotheenstraße 24 (DOR 24) - (Unterrichtsraum)   findet statt     3
Gruppe 1:
Zur Zeit keine Belegung möglich


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Hansen, Jan , Dr.
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Philosophische Fakultät, Institut für Geschichtswissenschaften
Inhalt
Kommentar

Ob Elektrizitätsnetze, Staudämme oder Kanalisationen, großtechnische Infrastrukturen funktionieren oft im Verborgenen. Dennoch strukturieren sie entscheidend unseren Alltag. Sie werden beispielsweise dann sichtbar, wenn die vielerorts selbstverständliche Bereitstellung von Wasser und Energie – z.B. beim Blackout – plötzlich ausfällt. Zugleich stehen Infrastrukturen mit natürlichen Umwelten in enger Wechselwirkung. Sie transformieren Landschaften zum Nutzen der Menschen, um Naturgewalten zu beherrschen und Ressourcenströme zu kontrollieren. Allerdings verlaufen diese infrastrukturellen Eingriffe selten nur in eine Richtung. Natürliche Kräfte entziehen sich diesen technischen Einhegungsversuchen – wenn kanalisierte Flussläufe Überschwemmungen verursachen oder ein Unwetter das Bahnnetz mit seinen Logistikketten lahmlegt.

Infrastrukturen sind, wie das Seminar zeigen möchte, ein historisches Phänomen par excellence. Sie strukturieren Gesellschaften, begrenzen Möglichkeitsräume und setzen Handlungspotentiale frei. So war beispielsweise die Eisenbahn im 19. Jahrhundert entscheidend für die Staatsbildung oder die städtische Wasserversorgung zentral für den Wandel individueller Körperroutinen.

In der Lehrveranstaltung beleuchten wir einzelne Infrastrukturgeschichten vom 18. über das 19. bis zum 20. Jahrhundert aus verschiedenen Blickwinkeln: Dabei findet ihre Begriffsgeschichte ebenso Berücksichtigung wie technik- und umweltgeschichtliche Zusammenhänge. Ziel ist es, die Studierenden in die Potentiale und Grenzen dieses wachsenden Forschungsfeldes einzuführen.

Organisation und Aufbau

Es handelt sich um eine Kooperationsveranstaltung zwischen der HU und der TU Berlin (Dr. Christian Zumbrägel), die Studierende von beiden Universitäten miteinander ins Gespräch bringen möchte. Die erste Seminarhälfte findet in Räumlichkeiten der HU, die zweite Seminarhälfte an der TU statt. Geplant ist zum Semesterende eine Tagesexkursion zum infrastrukturgeschichtlichen Thema. Die Veranstaltung richtet sich vorrangig an MA-Studierende. Studierende der HU können die Veranstaltung als Übung anrechnen, Studierende der TU als Hauptseminar. Die Anzahl der Teilnehmer*innen ist auf insgesamt 25 begrenzt.

Literatur

Dirk van Laak, Alles im Fluss. Die Lebensadern unserer Gesellschaft – Geschichte und Zukunft der Infrastruktur, Frankfurt a.M. 2018

Per Högselius/Arne Kaijser/Erik van der Vleuten, Europe’s Infrastructure Transition. Economy, War, Nature, London 2016.

Paul N. Edwards, Infrastructure and Modernity. Force, Time, and Social Organization in the History of Sociotechnical Systems, in: Thomas J. Misa, Philip Brey u. Andrew Feenberg (Hg.), Modernity and Technology, Cambridge 2003, S. 185–225.

Bemerkung

Ausgleichsberechtigte Studierende wenden sich zur bevorzugten Platzvergabe per E-Mail mit einem Nachweis der Ausgleichsberechtigung an die Studienkoordinationsstelle Geschichte. Ausschlussfrist für die Geltendmachung von Ausgleichsberechtigungen ist der letzte Tag der zentralen Frist, 16 Uhr. Textnachrichten in AGNES werden hingegen nicht gelesen!

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2019/20. Aktuelles Semester: SoSe 2020.
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