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Quellenlektüre "Frieden" im klassischen Athen? - Detailseite

Grunddaten
Veranstaltungsart Übung Veranstaltungsnummer 51254ÜWP
Semester WiSe 2019/20 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist - Eine Belegung ist online erforderlich ÜWP: Zentrale Frist    01.07.2019 - 31.10.2019    aktuell
Beschreibung :
Falls Sie in den Belegungsinformationen zu dieser Lehrveranstaltung (Meine Veranstaltungen) nach dem 11.10.2019 noch den Status "AN" bzw. "angemeldet" sehen, dann wurden Sie auf einer Nachrückerliste vorgemerkt. Bitte fragen Sie bei den jeweiligen Dozentinnen bzw. Dozenten, ob Plätze in der LV bereits zur Verfügung stehen bzw. bitten Sie - falls Sie bereits teilnehmen - darum, den Status der Belegung zu ändern. Sie tun das am besten per Mail an die Einrichtungsadministratoren mit Kopie an die Dozenten der LV.
Die Anmeldung ist grundsätzlich bis zum 31.10.2019 möglich. Eine Zulassung kann nur entsprechend der verfügbaren freien Plätze erfolgen.

Termine

Gruppe 1 iCalendar Export iCalendar Export
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
iCalendar Export Mo. 14:00 bis 16:00 wöch von 21.10.2019 
Einzeltermine ausblenden
Universitätsgebäude am Hegelplatz - 1.404 Dorotheenstraße 24 (DOR 24) - (Unterrichtsraum)   findet statt     3
Einzeltermine:
  • 21.10.2019
  • 28.10.2019
  • 04.11.2019
  • 11.11.2019
  • 18.11.2019
  • 25.11.2019
  • 02.12.2019
  • 09.12.2019
  • 16.12.2019
  • 06.01.2020
  • 13.01.2020
  • 20.01.2020
  • 27.01.2020
  • 03.02.2020
  • 10.02.2020
Gruppe 1:


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Fleischer, Doris
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Philosophische Fakultät, Institut für Geschichtswissenschaften
Inhalt
Kommentar

‚Niemand ist ja so unvernünftig, daß er den Krieg wählt statt des Friedens. Im Frieden begraben die Kinder ihre Väter, im Kriege aber die Väter ihre Kinder.‘ Hdt. 1,87 (Übers. Feix)

Frieden‘ und ‚Krieg‘ sind in den letzten Jahren wieder vermehrt in den Fokus der altertumswissenschaftlichen Forschung gerückt. Zwar entspricht die These vom Krieg als Naturzustand schon seit den 80ern nicht mehr dem Stand, dennoch hält sich das Theorem der Omnipräsenz des Krieges hartnäckig. Denn lange war auch die Einschätzung der Eirene durch die philologische Untersuchung KEILs geprägt, für den „der Friede (…) eine vertragsmäßige Unterbrechung des (naturgemäßen) Kriegszustandes“ beschreibt. Doch auch in der Antike scheint die offene Austragung eines Konfliktes nur eine Option unter vielen. Feststellen lässt sich eine ganze Bandbreite an Konzepten, die man im klassischen Athen benutzte, um die Vorzüge des ‚Friedens‘ im Kontrast zur Geißel des ‚Krieges‘ zu illustrieren, Konflikte einzudämmen oder gar eine rechtliche Basis für einen reellen Friedensschluss zu konstituieren. Ein Begriff, für eine Vielzahl von Denotationen offen, ein Ziel, schwer zu erreichen, nicht unversucht gelassen.

Anhand gemeinsamer Lektüre sollen ausgewählte Primärquellen unterschiedlicher literarischer Genera in ihren historischen wie gesellschaftlichen Kontext eingeordnet werden. Mithilfe theoretischer Ansätze aus Sekundärliteratur zu ‚Frieden‘ und ‚Krieg‘ soll dabei der methodisch-kritische Umgang mit den antiken Quellen eingeübt werden. Im Zentrum des Seminars steht schließlich die Frage, ob, vor allem aber wie sich ‚Frieden‘ historisch erfassen lässt.

Literatur

MEIER, Ch.: Die Rolle des Krieges im klassischen Athen (= Schriften des Historischen Kollegs 6), München 1991 [Online verfügbar: https://bit.ly/2Bjq6HP].

JEHNE, M.: Koine Eirene. Untersuchungen zu den Befriedungs- und Stabilisierungsbemühungen in der griechischen Poliswelt des 4. Jahrhunderts v. Chr. (= Hermes, H. 63), Stuttgart 1994.

RAAFLAUB, K. (Hrsg.): War and Peace in the Ancient World, Oxford 2007.

MEYER, M. (2008): Das Bild des "Friedens" im Athen des 4. Jhs. v.Chr.: Sehnsucht, Hoffnung und Versprechen. In: Marion Meyer (Hrsg.), Friede – Eine Spurensuche, Wien, 61-85.

Bemerkung

Ausgleichsberechtigte Studierende wenden sich zur bevorzugten Platzvergabe per E-Mail mit einem Nachweis der Ausgleichsberechtigung an die Studienkoordinationsstelle Geschichte. Ausschlussfrist für die Geltendmachung von Ausgleichsberechtigungen ist der letzte Tag der zentralen Frist, 16 Uhr. Textnachrichten in AGNES werden hingegen nicht gelesen!

Strukturbaum

Die Veranstaltung wurde 3 mal im Vorlesungsverzeichnis WiSe 2019/20 gefunden:

Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin