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Die Schreibszene, gendered: Literarisches und ethnographisches Schreiben aus Genderperspektive - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer 5210073
Semester SoSe 2020 SWS 2
Rhythmus jedes Semester Moodle-Link https://moodle.hu-berlin.de/course/view.php?id=93490
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist - Eine Belegung ist online erforderlich
Veranstaltungsformat Digital

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
Do. 10:00 bis 12:00 wöch Universitätsgebäude am Hegelplatz - 1.201 Dorotheenstraße 24 (DOR 24) - (Unterrichtsraum)   findet statt     40
Gruppe 1:
Zur Zeit keine Belegung möglich


Zugeordnete Personen
Zugeordnete Personen Zuständigkeit
Binder, Beate , Prof. Dr.
Vedder, Ulrike , Prof. Dr. phil.
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Master of Arts  Deutsche Literatur Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Master of Arts  Europäische Literaturen Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Master of Arts  Geschl.stud./Gender Stud. Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )     -  
Programmstud.-o.Abschl.MA  Geschl.stud./Gender Stud. Programm ( POVersion: 1999 )     -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät, Institut für deutsche Literatur
Inhalt
Kommentar

Spätestens seit Virginia Woolfs Essay „A room of one‘s own“ (1929) ist deutlich, dass das Schreiben als Kulturtechnik auf entscheidende Weise durch die Kategorie Gender strukturiert ist. Anhand der Frage, ob Shakespeares Schwester (hätte er eine gehabt) eine erfolgreiche Autorin geworden wäre, arbeitet Woolf heraus, dass das Schreiben an einen eigenen Raum, an Rückzugsmöglichkeiten und (u.a. zeitliche) Ressourcen gebunden ist. Eine solche Perspektive macht deutlich, dass das Schreiben von unterschiedlichen Faktoren abhängt – Raum und Zeit, Medium und Materialität, Körperlichkeit und Sprache(n), Auditorien und Leser*innenerwartungen –, die wiederum geschlechtlich kodiert sind. Der Begriff der „Schreibszene“ ermöglicht es, über das Zusammenspiel dieser Faktoren und ihre historischen Bedingungen nachzudenken.
Im Zentrum des Seminars stehen literarische und ethnographische Texte, weil in ihnen die Bedingungen des eigenen Schreibens häufig thematisiert werden. Literarische Beispiele reichen von Sophie von La Roche („Mein Schreibetisch“) über Gottfried Keller („Die missbrauchten Liebesbriefe“) und Marina Zwetajewa („Mein Schreibtisch“) bis Elfriede Jelinek („Textflächen“). Ethnographische Texte adressieren eher die Macht von Konventionen, das Grenzgebiet von Fiktion und Ethnographie, die (Un-)Möglichkeit der (Re-)Präsentation.
Schreibszenen unterschiedlicher Genres (Prosa, Lyrik, Reisebericht, Poetikvorlesung, Feldtagebücher u.a.) sollen aus intersektionaler Genderperspektive analysiert sowie auf ihre (oft eigensinnigen) Komponenten, auf das Unbeachtete und Ungesagte hin untersucht werden. Von Bedeutung sind dabei Tisch und Schreibwerkzeug, Blicke und Schreibgesten, Adressat*innen und Schreibanlässe, Schreibumgebungen und Lektüren, Machtverhältnisse und Autor*schaftsdiskurse.

 

Literatur

zur Vorbereitung:
Virginia Woolf: „A room of one‘s own / Ein Zimmer für sich allein“; Sandro Zanetti (Hg.): Schreiben als Kulturtechnik. Grundlagentexte (Berlin 2012); Helena Wulff (Hg.): The Anthropologist as Writer. Genres and Contexts in the Twenty-First Century (New York 2016).

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SoSe 2020. Aktuelles Semester: WiSe 2020/21.
Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin