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Einwanderer und Flüchtlinge. Migration nach und durch Finnland und Schweden in den Jahren 1850-1950 - Detailseite

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  • Online Belegung noch nicht möglich oder bereits abgeschlossen
Grunddaten
Veranstaltungsart Vertiefungskurse Veranstaltungsnummer 5230033
Semester WiSe 2019/20 SWS 2
Rhythmus Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist - Eine Belegung ist online erforderlich Zentrale Frist    01.07.2019 - 09.10.2019   

Termine

Gruppe 1 iCalendar Export iCalendar Export
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
iCalendar Export Di. 12:00 bis 16:00 14tgl./2
Einzeltermine anzeigen
Universitätsgebäude am Hegelplatz - 3.231 Dorotheenstraße 24 (DOR 24) - (Besprechungsräume allgemein) Forsén findet statt     24
Gruppe 1:
Zur Zeit keine Belegung möglich


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Forsén, Annette
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Bachelor of Arts  Skandinavistik/Nordeuropa Kernfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Bachelor of Arts  Skandinavistik/Nordeuropa Monobachelor ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Bachelor of Arts  Skandinavistik/Nordeuropa Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Bachelor of Science  Skandinavistik/Nordeuropa Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät, Nordeuropa-Institut
Inhalt
Kommentar

Schweden ist heutzutage ein bekanntes Einwanderungsland, währenddessen Finnland ein Land mit einem verhältnismäßig kleinen ausländischen Bevölkerungsanteil ist. Das ist aber nicht immer der Fall gewesen. Finnland hatte in ersten Jahren des 20. Jahrhunderts eine größere Anzahl Ausländer als Schweden. Finnland erlebte auch Anfang der 1920er-Jahre einen Flüchtlingsstrom, der von der Größe her in der finnischen Geschichte nur den Flüchtlingsanzahlen des Jahres 2015 gleicht. In der gleichen Zeit war Schweden kein großer Zufluchtsort für Flüchtlinge. Das Land übte nach dem Ersten Weltkrieg eine eher restriktive Einwanderungspolitik aus und schloss sich in den 30er-Jahren als eines der ersten Länder der Initiative an, in Pässen von Juden ein J einzuführen, um einem jüdischen Flüchtlingsstrom zuvorzukommen. Im Zweiten Weltkrieg veränderte sich die Lage. Das neutrale Schweden fing an, Flüchtlinge aus mehreren Ländern, inklusive Finnland, aufzunehmen, und betrieb auch nach dem Krieg eine offene Arbeitseinwanderungspolitik. Finnland dagegen wurde vom Krieg geprägt, viele Ausländer verließen das Land während des Krieges, und die Einwanderung hörte fast auf. Die Karelier, die nach dem Krieg nach Finnland evakuiert wurden, wurden in die Gesellschaft integriert. Was anderen Flüchtlingen während des Krieges und nach dem Krieg passierte, wurde in Finnland lange verschwiegen.

Im Kurs machen wir uns mit den wichtigsten Migrationsströmen nach Finnland und Schweden in den Jahren 1850 bis 1950 bekannt, mit Schwerpunkt auf den Kriegsjahren. Die Migration wird mit Hilfe von Migrationstheorien, Repetition der Ereignisse in den Nachbarländern, Flüchtlings-, Einwanderungs- und Ausländerstatistik sowie schwedischen und finnischen Einwanderungsgesetzen erklärt. Die deutschsprachige Migration wird ins besonders hervorgehoben. Während des Kurses schreiben die Studierenden Kurstagebücher und arbeiten paarweise an eine mündliche Präsentation zu einem gegebenen Thema.

Strukturbaum

Die Veranstaltung wurde 2 mal im Vorlesungsverzeichnis WiSe 2019/20 gefunden:

Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin