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Politische Sounds – klingende Politik. „Achtundsechzig“ in der populären Musik - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer 53441
Semester SoSe 2018 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist Es findet keine Online-Belegung über AGNES statt!

Termine

Gruppe 1 iCalendar Export iCalendar Export
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
iCalendar Export Di. 12:00 bis 14:00 wöch
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Institutsgebäude - 401 Am Kupfergraben 5 (AKU 5) - (Unterrichtsraum)   findet statt     1000
Gruppe 1:
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Mrozek, Bodo , Dr.
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Bachelor of Arts  Musikwissenschaft Beifach ( POVersion: 2010 )   -  
Bachelor of Arts  Musikwissenschaft Kernfach ( POVersion: 2010 )   -  
Bachelor of Arts  Musikwissenschaft Kernfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Bachelor of Arts  Musikwissenschaft Zweitfach ( POVersion: 2010 )   -  
Bachelor of Arts  Musikwissenschaft Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Bachelor of Science  Musikwissenschaft Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Institut für Musikwissenschaft und Medienwissenschaft
Inhalt
Kommentar

Die Studentenbewegung hatte ein eher schwieriges Verhältnis zur Musik. „Stellt die Gitarren in die Ecke und diskutiert!“ lautete der Imperativ, der das Chanson-Festival auf der Burg Waldeck zum Schweigen brachte während gleichzeitig Straßenproteste immer lauter wurden. Gleichwohl werden die sozialen Veränderungen von „Achtundsechzig“ immer wieder mit Musik zusammengedacht. Eine Fülle aktueller Publikationen deutet die Jahre um 1968 sogar als „Schaltjahre“ des Pop. Seit Mitte der Sechziger wurde in der Folk-Szene leidenschaftlich über Authentizität und Elektrifizierung diskutiert, die amerikanische Bürgerrechtsbewegung besann sich auf das Protestlied im Stile Woody Guthries, die Black Panther Party nutzte den Soul, John Lennon schrieb seinen Song „Revolution“. Von San Francisco ausgehend suchte die Psychedelic das Bewusstsein nicht nur mit Hilfe von Substanzen, sondern auch durch Sounds zu „erweitern“. Gerahmt wird das Protestjahr von zwei Musikereignissen: In Monterey formierte sich 1967 ein prototypisches Popfestival und in Woodstock schien sich der Pop 1969 schließlich tatsächlich zu politisieren. Aber auch konservative Gegenstimmen nutzten die Mittel des Pop, wie in den Anti-Protest-Songs von Johnny Hallyday oder Freddy Quinn. Im Seminar beschäftigen wir uns mit Versuchen, die Musik zu politisieren bzw. die Politik zu orchestrieren und begleiten kritisch die retrospektiven Deutungsversuche des Jubiläumsjahres. (Das Seminar vertieft auch Inhalte der Vorlesung „Populäre Musik nach 1955“, weswegen sich ein paralleler Besuch beider LVs anbietet.)

 

Literatur

Victoria Broackes, Geoffrey Marsh: You Say You Want A Revolution: Records and Rebels, London: Abrams 2017.

Diedrich Diederichsen: „Pop-Musik und Gegenkultur“, in: ders./Anselm Franke (Hg.), The Whole Earth. Kalifornien und das Verschwinden des Außen, Berlin: Sternberg Diedrich 2013 (Katalog).

Kathrin Fahlenbrach: “Ho Ho Ho Cho Minh! Die Kampfschreie der Studentenbewegung”, in: Gerhard Paul/Ralph Schock (Hg.): Sound des Jahrhunderts. Geräusche, Töne, Stimmen 1989 bis heute, Bonn: bpb 2013, S. 472-476.

Fifka, Matthis F. (2007): Rockmusik in den 50er und 60er Jahren. Von der jugendlichen Rebellion zum Protest einer Generation, Baden-Baden: Nomos.

Ernst Hofacker: 1967. Als Pop unsere Welt für immer  veränderte, Stuttgart: Reclam 2016.

Arthur Marwick: The Sixties. Cultural Revolution in Britain, France, Italy, and the United States c. 1958- c.1978, London: Bloomsbury Reader 2011.

Jon Savage: 1966. The Year the Decade Exploded, London: Bloomsbury 2016.

Frank Schäfer: 1966. Das Jahr, in dem die Welt ihr Bewusstsein erweiterte, Salzburg: Residenz Verlag 2016.

Detlef Siegfried: Sound der Revolte: Studien zur Kulturrevolution um 1968, Weinheim: Beltz Juventa 2008.

Ders.: „Time Is on My Side“. Konsum und Politik in der westdeutschen Jugendkultur der 60er Jahre, Göttingen: Wallstein 2006.

  1. Milton Yinger: „Contra Culture and Subculture“, in: ASR 25 (1969), S. 625-631.

Nadya Zimmerman: Counterculture Kaleidoscope: Musical and Cultural Perspectives on Late Sixties San Francisco, Ann Arbor, Mich. 2008.

Strukturbaum

Die Veranstaltung wurde 4 mal im Vorlesungsverzeichnis SoSe 2018 gefunden:

Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin