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Israel und die Vereinten Nationen: Über staatliche Souveränität und internationales Recht - Detailseite

Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer 532871Ü
Semester WiSe 2025/26 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfristen - Eine Belegung ist online erforderlich Zentrale Abmeldefrist    01.07.2025 - 31.03.2026    aktuell
ÜWP: Zentrale Frist (nur fachfremde Studierende)    01.07.2025 - 30.10.2025   
Beschreibung :
Falls Sie in den Belegungsinformationen zu dieser Lehrveranstaltung (Meine Veranstaltungen) ab dem 11.10.2025 noch den Status "AN" bzw. "angemeldet" sehen, dann wurden Sie auf einer Nachrückerliste vorgemerkt, da die vorgesehene Platzzahl bereits erreicht ist.

Die Anmeldung ist grundsätzlich bis zum 30.10.2025 möglich. Eine Vergabe der frei gewordenen Plätze wird bis dahin wöchentlich erfolgen.
Veranstaltungsformat Präsenz

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Gebäude Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Di. 10:00 bis 12:00 wöch 14.10.2025 bis 10.02.2026  0.10 (Seminarraum)
Stockwerk: EG


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Pergamonpalais - Georgenstraße 47 (GEO 47)

Außenbereich nutzbar Innenbereich nutzbar Barrierearmes WC vorhanden Barrierearme Anreise mit ÖPNV möglich
  findet statt     3
Gruppe 1:


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Fiedler, Lutz , PD Dr. verantwortlich
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Institut für Kulturwissenschaft und Medienwissenschaft, Transkulturelle Geschichte des Judentums
Inhalt
Kommentar

Wenngleich für das Verhältnis zwischen Israel und den Vereinten Nationen gegenwärtig ein historischer Tiefpunkt diagnostiziert wird, war die Beziehung zwischen dem jüdischen Staat und der UNO seit ihren Anfängen nicht frei von Komplikationen. Zwar verdankte Israel seine Entstehung und internationale Anerkennung nicht zuletzt jenem Momentum des Novembers 1947, als die internationale Staatengemeinschaft mit dem Beschluss zur Teilung Palästinas den Weg zur Gründung des jüdischen Staats ebnete, bevor Israel zwei Jahre später selbst Mitglied der UNO wurde. Doch waren es Kontroversen über den israelisch-palästinensischen Konflikt, in denen sich die zunehmend nach-kolonial geprägten Vereinten Nationen wiederkehrend in Gegensatz zu Israel positionierten, um in der Resolution 3379 vom November 1975 ihre Zuspitzung zu erleben.
Im Rahmen des Seminars wollen wir uns dieser wechselhaften Beziehung aus unterschiedlichen Perspektiven annähern. Von den Erfahrungen jüdischer Völkerrechtler ausgehend und angesichts des Zivilisationsbruchs (Dan Diner), werden wir einerseits nach dem sich wandelnden Vertrauen in internationale Organisationen und Völkerrecht fragen, und dabei auch dem Gegensatz zwischen (vorstaatlicher) jüdischer Diasporapolitik und israelischer Staatsräson diskutieren. Andererseits werden wir auf der Grundlage neuer Publikationen unterschiedliche Bemühungen der Vereinten Nationen thematisieren, regulierend und politisierend in den israelisch-palästinensischen Konflikt einzugreifen.

Literatur

- Yfaat Weiss, Verfehlte Mission. Das geteilte Jerusalem und die Vereinten Nationen, Berlin 2025.

- James Loeffler, Rooted Cosmopolitans: Jews and Human Rights in the Twentieth Century, New Haven, Conn.: Yale University Press, 2018

- Rotem Giladi, Jews, Sovereignty, and International Law: Ideology and Ambivalence in Early Israeli Legal Diplomacy, Oxford 2021.

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2025/26. Aktuelles Semester: SoSe 2026.
Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin