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Wer hat´s geschrieben? Autorschaft und Autorkonzepte in der altnordischen Literatur - Detailseite

  • Funktionen:
  • Online Belegung noch nicht möglich oder bereits abgeschlossen
Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer 5230082Ü
Semester WiSe 2020/21 SWS 2
Rhythmus Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist - Eine Belegung ist online erforderlich ÜWP: Zentrale Frist    01.07.2020 - 19.11.2020   
Beschreibung :
Falls Sie in den Belegungsinformationen zu dieser Lehrveranstaltung (Meine Veranstaltungen) nach dem 30.10.2020 noch den Status "AN" bzw. "angemeldet" sehen, dann wurden Sie auf einer Nachrückerliste vorgemerkt. Bitte fragen Sie bei den jeweiligen Dozierenden, ob Plätze in der LV bereits zur Verfügung stehen bzw. bitten Sie - falls Sie bereits teilnehmen - darum, den Status der Belegung zu ändern. Sie tun das am besten per Mail an die Einrichtungsadministratoren mit Kopie an die Dozierenden der LV.
Die Anmeldung ist grundsätzlich bis zum 19.11.2020 möglich. Eine Zulassung kann nur entsprechend der verfügbaren freien Plätze erfolgen.
Veranstaltungsformat Digital

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
Do. 16:00 bis 18:00 wöch   Rösli findet statt     3
Gruppe 1:
Zur Zeit keine Belegung möglich


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Rösli, Lukas, Professor
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät, Nordeuropa-Institut
Inhalt
Kommentar

Wer kennt sie nicht, die Edda von Snorri Sturluson, die Landnámabók von Sturla Þórðarson oder Úlfr Uggasons Húsdrápa? Dies sind nur einige der Texte, von denen gesagt wird, dass sie auf Autoren und damit auf namentlich genannte, quasi-historische (immer nur maskuline) Urheberinstanzen zurückgehen, die den jeweiligen Text konzipiert und somit auch autorisiert haben soll. Wie kommt es dazu, dass wir Autoren einer Literatur zu kennen glauben, die von der Forschung doch grundsätzlich als anonym verschriftlicht angesehen wird? Wieso haben wir denn, wenn doch ein Autor bekannt sein sollte, weder bekannte Autographe noch singuläre Versionen dieser Texte?

Anhand ausgewählter Beispiele aus der altnordisch-isländischen Literatur diskutieren wir die zurzeit in vielen philologischen Fachbereichen wieder hoch aktuelle Frage nach vormodernen Autorkonzepten. Dabei werden wir uns unter anderem mit folgenden Fragen auseinandersetzen: Welchen Einfluss hat eine solche Autorenbezogenheit auf die Rezeption der besagten Texte im Speziellen und auf die altnordisch-isländische Literatur im Allgemeinen? Welche Denkmodelle liegen dieser Autorbezogenheit zu Grunde? Wie gehen die einzelnen Textzeugen und Varianten mit dieser Autorfrage um? Und welchen Mehrwert hat es, wenn wir von einer namentlich bekannten Autorschaft ausgehen?

Über diese und weitere theoretische Fragestellungen und anhand der Texte und Textzeugen werden wir versuchen, uns einem spezifisch vormodernen Autorkonzept der altnordisch-isländischen Literatur zu nähern, das vom effektiv vorhandenen materiellen Textträger ausgeht und so einen historischen Zugang zum Thema bietet.

 

 

Strukturbaum

Die Veranstaltung wurde 1 mal im Vorlesungsverzeichnis WiSe 2020/21 gefunden:

Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin