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Zentralafrikanischen Sprachen im typologischen Vergleich / Central African languages in typological comparison - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Hauptseminar Veranstaltungsnummer 53749
Semester SoSe 2020 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch-englisch
Belegungsfristen - Eine Belegung ist online erforderlich
Veranstaltungsformat Digital

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
Mi. 14:00 bis 16:00 c.t. wöch 15.04.2020 bis 15.07.2020  edison höfe - 410 Invalidenstraße 118 (I118) - (Unterrichtsraum)   findet statt     25
Gruppe 1:
Zur Zeit keine Belegung möglich


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Güldemann, Tom , Prof. Dr. verantwortlich
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Master of Arts  Afrikawissenschaften Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   6+4  2 -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Institut für Asien- und Afrikawissenschaften
Inhalt
Kommentar

Der Kurs beschäftigt sich mit Sprachen in Zentralafrika, die im Gebiet zwischen den Flüssen Kongo und Ubangi gesprochen werden. Diese Sprachen gehören zu drei nur entfernt oder nicht verwandten klassifikatorischen Einheiten: die eher geographisch-typologisch definierte Ubangi-Gruppe, die engverwandte Bantu-Familie (beide dem Niger-Kongo zugehörig) und das Zentralsudanische (gemeinhin unter das Nilo-Saharanische subsumiert) (siehe Güldemann 2018). Trotz ihrer genealogischen Distanz weisen die Sprachen einen gehörigen Grad struktureller Ähnlichkeit auf. Diese Homogenität involviert auch seltene typologische Merkmale, wie z.B. labial-velare Konsonanten im Lautsystem oder die Umkehr der Abhängigkeitsrelation in von Qualitätsausdrücken modifizierten Nominalkonstruktionen alias "dependency reversal" (an Stelle von kanonischen Adjektiven) in der Syntax. Der Kurs hat zum Ziel diese Sprachen vorzustellen, indem grundlegende typologische Eigenschaften behandelt werden wie z.B. Lautsystem, Wortstellung, grammatische Relationen, morphologische Komplexität, und nominale Klassifikation und Modifikation. Kursteilnehmer(innen) widmen sich dabei über das gesamte Semester hinweg der Bearbeitung einer Einzelsprache und stellen ihre auf publizierten Quellen beruhenden Analyseergebnisse im Kurs vor.

The course deals with languages in Central Africa that are spoken between the Congo and Ubangi Rivers. These languages belong to three only distantly or entirely unrelated classificatory units: the geographic-typologically defined Ubangi pool, the tightly knit Bantu family (both assigned to Niger-Congo) and Central Sudanic (commonly subsumed under Nilo-Saharan) (see Güldemann 2018). Despite their genealogical distance the languages display a considerable amount of structural similarity. This homogeneity involves also rare typological traits, for example, labial-velar consonants in the sound system or so-called "dependency reversal" in noun-modifier constructions (instead of canonical adjectives) in the syntax. The course has the goal to present such languages by discussing basic typological features like, e.g., sound system, word order, grammatical relations, morphological complexity, and nominal classification and modification. On the basis of published sources, course participants will deal over the entire semester with a particular language and present their results of analysis.

Literatur

Güldemann, Tom. 2018. Historical linguistics and genealogical language classification in Africa. In Güldemann, Tom (ed.), The languages and linguistics of Africa. The World of Linguistics 11. Berlin: Mouton de Gruyter, 58-444.

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SoSe 2020. Aktuelles Semester: WiSe 2020/21.
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