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Theorietransfer als transnationales community building von Frauenbewegungen? - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer 51710
Semester WiSe 2019/20 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist Es findet keine Online-Belegung über AGNES statt!

Termine

Gruppe 1 iCalendar Export iCalendar Export
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
iCalendar Export Mi. 14:00 bis 16:00 wöch von 16.10.2019 
Einzeltermine anzeigen
Institutsgebäude - 212 Mohrenstraße 40/41 (MO 40) - (Unterrichtsraum)   findet statt    
Gruppe 1:
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Trogisch, Corinna Eleonore , Diplom-Sozwiss.
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Kernfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Kernfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2017 )   -  
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Bachelor of Arts  Europäische Ethnologie Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2017 )   -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Philosophische Fakultät, Institut für Europäische Ethnologie
Inhalt
Kommentar

Feministische Theoriebildung wird Ländergrenzen überschreitend auf Basis von entstehenden lokalen communities und als Gegen-Diskurse zu Abwertung und Unterdrückung von Frauen* rezipiert, weiterentwickelt und manchmal eigentümlich – oder vielleicht aus benennbaren Gründen? - verkürzt. In der Türkei wurde Simone de Beauvoir lange nur als Existenzialistin gelesen, christliche Feministinnen in (West-)Deutschland knüpften an die differenzfeministische italienische Politik des „affidamento“ an, und die transnationale kurdische Frauenbewegung reartikultiert global kursierende ökofeministische Ansätze. 
Ein weitgefasstes Verständnis von Theorietransfer umfasst auch Aspekte von „Frauen*“- bzw. gendergerechter Sprache sowie die Reisen des Patriarchatsbegriffs. Kategorien wie ‚Patriarchat‘ oder ‚Privatheit‘ sind indes historisch und damit immer auch kulturell-geographisch verortet; sie entfalten in lokalen Bewegungen verschiedene ‚Gebrauchswerte‘. Voraussetzung dafür, dass bestimmte theoretische Deutungen „Wurzeln schlagen“ und weiterentwickelt oder modifiziert werden, sind auch globale Ungleichheiten sowie Netzwerkbildungen innerhalb von Frauenbewegungen. Das ‚Flair der Internationalität‘ macht Theorieimport zur klingenden Münze in lokalen diskursiven Konstellationen. Was erhellen ethnographische Zugänge zu diesen Fragen? Ist ihr Platz in- oder außerhalb von „Theorie“? Hilft ein Blick in soziologische vergleichende Forschung zu Frauenbewegungen?

Strukturbaum

Die Veranstaltung wurde 5 mal im Vorlesungsverzeichnis WiSe 2019/20 gefunden:

Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin