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Sprachenübergreifend: Nach dem Krieg. Osteuropäisches und DEFA-Kino - Detailseite

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  • Online Belegung noch nicht möglich oder bereits abgeschlossen
Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer 5260072
Semester SoSe 2019 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist - Eine Belegung ist online erforderlich
Veranstaltungsformat Präsenz

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
Di. 12:00 bis 14:00 wöch 09.04.2019 bis 13.07.2019  Pergamonpalais - 0.01 Georgenstraße 47 (GEO 47) - (Medienunterstützter Unterrichtsraum)   findet statt     1000
Sa. 10:00 bis 16:00 Einzel am 25.05.2019 Boeckh-Haus - 557 Dorotheenstraße 65 (DOR 65) - (Besprechungsräume allgemein)   findet statt     1000
Sa. 10:00 bis 16:00 Einzel am 22.06.2019 Boeckh-Haus - 557 Dorotheenstraße 65 (DOR 65) - (Besprechungsräume allgemein)   findet statt     1000
Gruppe 1:
Zur Zeit keine Belegung möglich


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Wurm, Barbara verantwortlich
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Bachelor of Arts  Russisch Kernfach ( Vertiefung: mit LA-Option; POVersion: 2014 )   -  
Bachelor of Arts  Russisch Kernfach ( Vertiefung: mit LA-Option; POVersion: 2015 )   -  
Bachelor of Arts  Russisch Zweitfach ( Vertiefung: mit LA-Option; POVersion: 2014 )   -  
Bachelor of Science  Russisch Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Bachelor of Arts  Russisch Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Bachelor of Arts  Russisch Zweitfach ( Vertiefung: mit LA-Option; POVersion: 2015 )   -  
Bachelor of Arts  Slaw. Sprachen u. Liter. Kernfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Bachelor of Arts  Slaw. Sprachen u. Liter. Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät, Institut für Slawistik und Hungarologie
Inhalt
Kommentar

In der Zwischenkriegszeit galt – zumindest in Deutschland – die Devise: „Nach dem Krieg, ist vor dem Krieg“. Das war nach dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr so, auch wenn der Kalte Krieg neue Formen der politischen Feindschaft zelebrierte. Im Osten Europas, der nun geschlossen sozialistisch regiert war und unter der Führung der Sowjetunion auch kulturell einen Block repräsentieren sollte, hielten konkrete Topoi Einzug, die den Blick auf den „Großen Vaterländischen Krieg“ lenkten: Von der Verfolgung im Nationalsozialismus über antifaschistischen Widerstand, Aufstände und Partisanenkämpfe bis hin zum Sieges- bzw. Befreiungszug und der (auch kämpferischen) Sicherung des Friedens sowie der Rolle von Frau, Jugend, Militär, Nation darin. 

Die Filmgeschichte, die wir in diesem interdisziplinären Seminar als Zusammenschau von DEFA-Produktionen einerseits und tschechoslowakischen, jugoslawischen, polnischen und sowjetischen Filmen andererseits beleuchten werden, steht im Zeichen dieser Diskursgeschichte, sie weist aber – besonders in der (trans-)nationalen und historischen Auffächerung – auch Themen und Problemfelder auf, die jenseits der offiziellen Losungen liegen. Dazu kommen Einzelaspekte wie Regisseur-Biographien oder weibliche Perspektiven, Genrekonventionen oder spezifische Produktionskontexte, die über den allgemeinen Wandel von der unmittelbaren stalinistischen Nachkriegszeit über die Liberalisierungsphase im Tauwetter bis hin zur neuerlichen Stagnation und spätsozialistischen Ära hinaus für eine vielfältige Kinolandschaft in Bezug auf den Zustand „nach dem Krieg“ sorgten. Auch 'im Osten' war Platz für filmische Ironie und Subtilität, für Genre- und Kultkino.

An der Schnittstelle von Filmwissenschaft, politischer Theorie und Kulturgeschichte gibt das für die Medienwissenschaft und Slawistik angebotene Seminar Einblick in die (Anti‑)Kriegsfilmgeschichte des ehemaligen 'Ostblocks' und ermöglicht durch vergleichende Analysen von Inszenierungen und Dramaturgien, Narrativen und Bildpolitiken die gemeinsame Erarbeitung der zentralen Diskurse und Gegendiskurse der bewegten Jahrzehnte der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Teilnahmevoraussetzungen: aktive Mitarbeit, Übernahme von Referaten oder Diskussionsleitungen

Filme u.a. Ostatni Etap (VR Polen 1947), Lissy (DDR 1957), Krylia / Flügel (UdSSR 1966), Nackt unter Wölfen (1963), Ich war neunzehn (DDR 1968), Byl mesjac maj / Es war im Monat Mai (UdSSR 1970), Meine Stunde Null (DDR 1970), Valter brani Sarajevo (YU 1972), Idi i smotri/ Komm und sieh (UdSSR 1985), Der Aufenthalt (DDR 1983) u.a.

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SoSe 2019. Aktuelles Semester: WiSe 2020/21.
Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin