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Sprachenübergreifend: Von Mutter zu Tochter - Frauenkultur des 20. Jahrhunderts (Milena Jesenská, Jana Krejcarová) - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer 5260097
Semester WiSe 2016/17 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist - Eine Belegung ist online erforderlich

Termine

Gruppe 1 iCalendar Export iCalendar Export
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
iCalendar Export Mo. 16:00 bis 18:00 wöch 24.10.2016 bis 18.02.2017 
Einzeltermine anzeigen
Boeckh-Haus - 530 Dorotheenstraße 65 (DOR 65) - (Musik-/Sprechunterrichtsraum)   findet statt     1000
Gruppe 1:
Zur Zeit keine Belegung möglich


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Colombi, Matteo verantwortlich
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Master of Arts  Europäische Literaturen Hauptfach ( POVersion: 2008 )   -  
Master of Arts  Europäische Literaturen Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Master of Arts  Kult.Lit.Mit.-u.Osteuopas Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2015 )   -  
Master of Arts  Kult. Mit.- u. Osteuropas Hauptfach ( POVersion: 2007 )   -  
Programmstud.-o.Abschl.MA  Kult. Mit.- u. Osteuropas Programm ( POVersion: 1999 )   -  
Master of Arts  Slawische Literaturen Hauptfach ( POVersion: 2007 )   -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät, Institut für Slawistik und Hungarologie
Inhalt
Kommentar

Das Seminar setzt sich mit zwei Schlüsselfiguren der tschechischen Frauenkultur des 20. Jahrhunderts auseinander, die wichtige Facetten der ostmittel- wie gesamteuropäischen Frauengeschichte ihrer Zeit veranschaulichen: Die Mutter Milena Jesenská (1896-1944) ist als Journalistin und Franz Kafkas Geliebte weltweit bekannt, wohingegen ihre Tochter Jana (Honza) Krejcarová (Černá) (1928-1981) als erotische Dichterin und Muse der Underground-Literatur vor allem der tschechischen Alternativkultur ein Begriff ist. Beide Frauen stehen für jeweils unterschiedliche emanzipatorische Verhalten: Erstere für zivilgesellschaftliches Engagement im Rahmen einer liberaldemokratischen Gesellschaft, Letztere für subversive Distanz in Bezug auf die sozialistische Welt. Ihre Differenzen (aber auch Ähnlichkeiten) betreffen nicht nur das Frauenbild, sondern auch ihre Auffassungen von Sexualität, Politik, Kultur und Literatur. Die beiden Figuren Milena und Jana sind zum einen in der polnischen Kultur rezipiert worden, u.a. in Anna Boleckas Roman „Kochany Franz“ (1999, Lieber Franz, dt. 2000) und Anna Militzs zuerst auf Tschechisch erschienener Biographie „Ani víru, ani ctnosti člověk nepotřebuje ke své spáse. Příběh Jany Černé“ (2015, Der Mensch braucht zu seiner Rettung weder Glauben noch Tugenden). „Milena“ und „Jana“ haben zum anderen die gesamteuropäische Kultur angeregt (siehe u.a. Margarete Buber-Neumanns Biographie „Milena, Kafkas Freundin“ und die italienische und französische Übersetzung von Krejcarovás Gedichten unter dem Titel „In culo oggi no“ (1992) und „Pas dans le cul aujourd’hui (2014, In den Arsch heute nicht). Teil des Seminars werden je nach Möglichkeit eine Sitzung mit der Krejcarová-Übersetzerin Martina Lisá und/oder mit der polnischen Krejcarová-Biographin Anna Militz sein. Beide Sitzungen haben Workshopscharakter (Warum und wie übersetzt man? Warum und wie schreibt man eine Biographie?) Kenntnisse der tschechischen bzw. polnischen Sprache sind für das Seminar genauso willkommen wie Italienisch- und Französischkenntnisse – aber nicht erforderlich.

 

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2016/17. Aktuelles Semester: WiSe 2019/20.
Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin