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Schamanismus, Poesie, Performance: Cecilia Vicuña im Kontext des lateinamerikanischen Feminismus - Detailseite

Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer 5240381GS
Semester SoSe 2026 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfristen - Eine Belegung ist online erforderlich Zentrale Frist    01.02.2026 - 08.04.2026   
Zentrale Abmeldefrist    01.02.2026 - 30.09.2026    aktuell
Wichtige Änderungen

Bitte die aktuelle Zeit und den Raum unter dem Originaleintrag 5240381 prüfen 

Veranstaltungsformat Präsenz

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Gebäude Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
-.  bis  Block 17.04.2026 bis 10.07.2026      findet statt     10
Gruppe 1:


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Bengert, Martina, Professorin, Dr.
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Master of Arts  Geschl.stud./Gender Stud. Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Master of Education (BS)  Spanisch 2. Fach ( Vertiefung: mit LA-Option; POVersion: 2015 )     -  
Master of Education (ISG)  Spanisch 1. Fach ( Vertiefung: mit LA-Option; POVersion: 2018 )     -  
Master of Education (ISG)  Spanisch 2. Fach ( Vertiefung: mit LA-Option; POVersion: 2018 )     -  
Programmstud.-o.Abl.MA  Geschl.stud./Gender Stud. Programm ( POVersion: 1999 )     -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Zentrum für Transdisziplinäre Geschlechterstudien
Inhalt
Kommentar

In diesem Blockseminar, das Studierende der HU Berlin sowie der Uni Potsdam zusammenbringt, und gemeinsam mit Prof. Dr. Jenny Haase (Uni Potsdam) veranstaltet wird, widmen wir uns dem Werk der chilenischen Gegenwartskünstlerin Cecilia Vicuña (*1948). Ziel des transdisziplinär ausgerichteten Seminars soll es sein, die multiplen Vernetzungen von Performance-Kunst, Schamanismus und Poesie in Vicuñas Werk aus einer kulturwissenschaftlichen, literaturwissenschaftlichen und gendertheoretischen Perspektive nachzuzeichnen. Hierzu werden uns mit der kreativen Spannung von Oralität und Visualität befassen, die sich in diversen hybriden, künstlerischen Formen bei Cecilia Vicuña zeigt, denn Poesie ist bei ihr viel mehr als geschriebenes Wort: In Vicuñas oralen wie visuellen Performances öffnen Atem, Rhythmus und schamanischer Gesang Räume der Resonanz, Schwingung und des Erfahrens von Klangkraftfeldern. In ihnen verwebt sich Textiles mit Textualität zu transgenerationalen Fädenverbindungen, die weit zurückführen in vorkoloniale Zeiten, zu verdrängtem indigenem, schamanischem Wissen und indigenen Sprachen (u.a. Quechua und Mapuche), in die Geographie der Anden sowie die Geschichte Chiles.

Um einige dieser Fäden in ihrer Komplexität näher zu betrachten, sollen u.a. Vicuñas „precarios“ (kleine Objekte aus Resten, Weggeworfenem), ihre Arbeit mit „quipus“ (Knotenschnursysteme der Inka, die der Memorisierung dienten) z.B. in Form der „quipoems“, dem „quipu mapocho“ oder dem „quipu menstrual (la sangre de los glaciares)“, Videoprojekte wie „SemiYa/Seed Song“, die „PALABRARmas“ (Wort-Waffen als Formen des künstlerisch-aktivistischen Widerstands gegen die Ausbeutung der Erde) sowie polyphone Poem-Zeichen-Gebilde wie „Instan“ (später als „I tu“ veröffentlicht) und „Red Thread“ Teil des Seminars sein.

Aus der Analyse des Werkes heraus wird es nicht zuletzt darum gehen, Vicuña in Dichtung und Feminismus Lateinamerikas zu verorten: als dekoloniale, schamanistische, ökofeministische Dichterin, die in ihren multilingualen Textinstallationen und Performances zahlreiche Bezüge eröffnet (z.B. dichterisch zu Gabriela Mistral, Pablo Neruda, Nicanor Parra; ökofeministisch/ökokritisch z.B. zu Marisol de la Cadena, Camila Marambio oder Giuliana Furci, und künstlerisch z.B. zu Ana Mendieta und Regina José Galindo).

 

Zentrale Themen des Seminars werden u.a. sein: Mensch-Natur-Verhältnis, Erinnerung, (Öko)Feminismus, Materialität, Praxis und Ethik der Verbindung, Dekolonialität, orale Epistemologien, Ethnopoetik, languaging, Fragen der Stimme und des embodiment, Vulnerabilität, Menstruation, transgenerationale Traumata, Kollektivität

 

Blocksitzungen:

 

- Freitag, 17.4.26: 12-14 Uhr: Kennenlernen, Organisation (Zoom)
- Freitag, 8.5.26: 10-14 Uhr: Person, Kontext, Werk, wichtige Begriffe (Zoom)
- Freitag, 19.6.26:  10-18 Uhr, Block 1 (Uni Potsam)
- Freitag, 10.7.26: 10-18 Uhr, Block 2 (HU Berlin)

 

Neben den Blocksitzungen ist eine Veranstaltung mit dem Museum Barberini in Potsdam geplant.

Bemerkung

Für Nicht-Romanist*innen: Spanischkenntnisse sind für dieses Seminar sehr empfohlen, da bislang nicht alle Texte Vicuñas ins Englische übersetzt wurden und wir intensiv an und mit dem Spanischen arbeiten.

Prüfung

M1: ohne MAP

M4: Hausarbeit, Portfolio oder Mündlich

Strukturbaum

Die Veranstaltung wurde 2 mal im Vorlesungsverzeichnis SoSe 2026 gefunden:

Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin