Das Seminar geht der Frage nach, warum swimming pools auf Filme eine solche Anziehungskraft ausüben: Untersucht werden Pools dabei zum einen als besondere soziale Räume, in denen sich Körper einem Spiel von Distinktion und Angleichung aussetzen, in denen Liebes- und Eifersuchtsdramen ausgetragen werden und an bzw. in dem Verbrechen geschehen. Zum anderen fungieren Pools mit ihrer (meist) diaphanen Oberfläche, der dahinter wahrnehmbar werdenden Tiefe und der strengen Begrenzung gegen den Außenraum auch als eine Reflexionsfigur des Filmbildes und seiner Kadrierung. Die doppelte Anziehungskraft, die die ‚flüssigen Räume‘ der swimming pools auf den Film in seiner Geschichte ausüben und die vom frühen Experimentalfilm über das Hollywood- und das Genrekino bis hin zum Autorenfilm quer durch alle Bereiche des Filmischen wirksam ist, soll im Rahmen des Seminars an verschiedenen Beispielen und mit einem Schwerpunkt auf dem Kino der Romania genauer untersucht werden – u.a. werden Filme von Frank Perry, Jacques Deray, Pedro Almodóvar, François Ozon und Lucrecia Martel behandelt.
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