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Demokratie als Konfliktzone: Backlash, prekarisierte Gesellschaften und die neuen Kampflinien globaler Transformation - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer 532867GS
Semester SoSe 2026 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist Es findet keine Online-Belegung über AGNES statt!
Wichtige Änderungen

Aktuelle Raum- und Zeitangaben bitte im Originaleintrag 532867 prüfen

Veranstaltungsformat Präsenz

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Gebäude Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Fr. 10:00 bis 12:00 Einzel von 17.04.2026      findet statt     10
Fr. 10:00 bis 18:00 Einzel von 05.06.2026      findet statt     10
Sa. 10:00 bis 16:00 Einzel von 06.06.2026      findet statt     10
Fr. 10:00 bis 18:00 Einzel von 10.07.2026      findet statt     10
Sa. 10:00 bis 16:00 Einzel von 11.07.2026      findet statt     10
Gruppe 1:
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Bock von Wülfingen, Bettina , PD Dr.
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Master of Arts  Geschl.stud./Gender Stud. Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Programmstud.-o.Abl.MA  Geschl.stud./Gender Stud. Programm ( POVersion: 1999 )     -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Zentrum für Transdisziplinäre Geschlechterstudien
Inhalt
Kommentar

Das Seminar rückt die gegenwärtige Herausforderung demokratischer Gesellschaften in den Mittelpunkt, verstanden als Symptom tiefgreifender ökonomischer, politischer und kultureller Transformationen. Ausgehend von zeitdiagnostischen Ansätzen, die autoritäre Mobilisierung, globale Ungleichheiten, digitale Ökonomien und postindustrielle Prekarisierung zusammendenken, betrachten wir spezifische historische Wiederkehren solcher Krisen seit der Frühmoderne bis in die gegenwärtige Phase politischer Fragmentierung. Texte u. a. von Saidiya Hartman, Stuart Hall, Judith Butler, Paul Gilroy und Achille Mbembe dienen als theoretische Linse, um Affekte der Angst, des Verlusts und der Überforderung ebenso zu verstehen wie Backlash-Dynamiken, die sich nicht nur in rassifizierenden Diskursen, sondern auch in der aggressiven Markierung und Kontrolle von Geschlecht, Gender-Nonkonformität und queeren Lebensweisen verdichten.

Zugleich reflektiert das Seminar Gegenwartsdiagnosen, die auf vermeintlich neutrale oder entpolitisierte Steuerungs- und Konfliktlösungslogiken setzen, und fragt, inwiefern solche spätmodernen Instrumente an ihre Grenzen geraten, wenn Machtverhältnisse, ökonomische Interessen, geschlechtliche Normierung und soziale Prekarität systematisch ausgeblendet werden. So entsteht ein Verständnis demokratischer Ordnungen als konflikthafte, verletzliche und historisch wiederkehrend gefährdete Konstellationen, deren Stabilisierung weder durch moralische Appelle noch durch technokratische Moderation gewährleistet ist.

Im Zentrum steht die Frage, welche diskursiven, politischen und gesellschaftlichen Imaginationen in Zeiten globaler Transformation neue Handlungsmöglichkeiten eröffnen — und wie demokratische Beziehungen unter Bedingungen von Backlash, ökonomischer Unsicherheit und prekarisierten Öffentlichkeiten neu ausgehandelt werden können.

Prüfung

M5: Hausarbeit

Strukturbaum

Die Veranstaltung wurde 1 mal im Vorlesungsverzeichnis SoSe 2026 gefunden:

Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin