Bitte die aktuelle Zeit und den Raum unter dem Originaleintrag 5210045 prüfen
Dem Mietshaus und den damit verbundenen zwischenmenschlichen Beziehungen kommen in der Literatur seit dem späten 18. Jh. erzähldynamisierende Funktionen zu. Als städtischer Mikrokosmos ermöglicht das Mietshaus ein Erzählen, das über die Konflikte von Individualschicksal, Kernfamilie oder Paarbeziehung hinausgeht und das Neben- und Ineinander von Nachbarschaft und Urbanität produktiv macht. Neben narratologischen Fragen nach den Modi literarischer Raumdarstellung rücken damit auch (aktuelle) gesellschaftliche Fragen in den Blick: Wer wohnt wie bei wem? Welche Macht-, Geschlechter- und Abhängigkeitsverhältnisse sind damit verbunden? Was kostet Wohnen? Diesen Fragen widmen wir uns entlang von Texten wie u.a. Ludwig Tiecks „Des Lebens Überfluß“, Adalbert Stifters „Turmalin“, Gottfried Kellers „Die arme Baronin“, Siegfried Kracauers „Mietshaus im Berliner Westen“, Gabriele Tergits „Gilgi“, Irina Liebmanns „Berliner Mietshaus“ und Anke Stellings „Schäfchen im Trockenen“.
Als Teilnahmeleistung sind kleinere schriftliche Beiträge einzureichen.
BA M4 + M6: mündlich
Die Veranstaltung wurde 2 mal im Vorlesungsverzeichnis SoSe 2026 gefunden: