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Parteien und Bewegungen des ‚rechtspopulistischen Komplexes‘ der Gegenwart vermeiden es, sich selbst als offen rückwärtsgewandt, autoritär oder frauenfeindlich zu zeigen. Sie legen vielmehr Wert darauf, modern und moderat zu wirken. Zugleich versuchen sie, über emotionale Identifikationsangebote Menschen an sich zu binden. Im Seminar wollen wir der Frage nachgehen, wie solche rechten ‚Affektgemeinschaften‘ erzeugt werden und wodurch sie Bindekraft erhalten. Oft geht es um Selbstinszenierungen einerseits als gefährdet und andererseits rebellisch-revolutionär. Aber auch starke Polarisierungen, Skandalisierungen, Selbstviktimisierungen oder die Adaption von (ehemals linken) Begrifflichkeiten und Performanzen spielen eine Rolle. Eine These wird sein, dass (neben rassistischen Diskursmustern) vor allem ein aggressiver Antifeminismus starke Emotionen zu entfachen versteht und als ein „Türöffner“ für die Verbreitung rechter Positionen in die Mitte der Gesellschaft hinein fungiert. – Außerdem soll es darum gehen, einen Vergleich zu älteren völkischen wie jungkonservativen Bewegungen der 1920er und 1930er Jahre zu ziehen und deren ‚Erlebnisangebote‘, politische Ästhetik, Diskurs- und Affektpolitiken zu analysieren.
M4 + M6: Hausarbeit, Mündlich
Die Veranstaltung wurde 2 mal im Vorlesungsverzeichnis SoSe 2026 gefunden: