Die Raumforschung hat seit etwa zwei Jahrzehnten zu neuen interdisziplinären Ansätzen geführt, die unter dem Schlagwort des sog. spatial turn zusammengefasst wurden. Ziel des Seminars ist demgegenüber vor allem, aufzuzeigen, inwiefern die Analyse räumlicher Strukturen und Dynamiken schon seit jeher zu den wichtigsten Grundlagen literaturwissenschaftlichen Arbeitens gehört.
Im Seminar sollen unterschiedliche Ansätze und Konzepte der literaturwissenschaftlichen Raumforschung (von Jurij Lotman und Michail Bachtin über Michel Foucault und Michel de Certeau bis hin zu aktuellen Paradigmen wie z.B. das Planetarische oder die Geopoetik) jeweils mit ausgewählten Analysetexten aus den spanischsprachigen Literaturen verbunden werden; schwerpunktmäßig wird es dabei um narrative Texte gehen. Im Rahmen des Seminars, das auf den im Basismodul Literaturwissenschaft erworbenen Kenntnissen beruht, soll nicht zuletzt der Transfer von Theorietexten zu konkreten Textanalysen eingeübt werden.
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