Der Kurs untersucht den rumänischen Film als zentrales Medium der Konstruktion, Aushandlung und Kritik kollektiver Erinnerung. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie filmische Bilder historische Erfahrungen speichern, verdrängen oder neu interpretieren – von den offiziellen Geschichtsnarrativen des Staatssozialismus bis zu den post-1989 entstandenen Filmen über Trauma, Alltagserinnerung und Archivarbeit. Der Kurs verbindet Filmtheorie mit Gedächtnisstudien und Kulturgeschichte. Analysiert wird der rumänische Film als Erinnerungsdispositiv, das öffentliche Geschichtsbilder prägt und politische sowie ethische Fragen der Darstellung von Vergangenheit verhandelt.
Literaturempfehlung:
Stephan Krause, Anke Pfeifer, Dana Duma: Klassiker des rumänischen Films. Schüren Verlag, 2024.
Anne Pirwitz: Migrationsfilme als kritische Heimatfilme? Eine interdisziplinäre Untersuchung semantischer Räume und Chronotopoi der Migration im neuen rumänischen Film (1996-2022), AVM, 2024.
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