HINWEIS: Die Seminargruppen dieser Lehrveranstaltungen bestehen aus einem ersten Teil im SoSe 26 und einer Fortsetzung im WiSe 26/27. Ein Wechsel zwischen den Gruppen zwischen Sommer- und Wintersemester ist nicht möglich, deshalb überprüfen Sie bereits jetzt Ihre terminliche Verfügbarkeit im Wintersemester.
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Gruppe 1 (Kabaum): Arbeitsplatz Schule: Gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen (Fortführung im WS 26/27: vorauss. Fr. 14:00-18:00 Uhr - zweiwöchentlich) Das Seminar erstreckt sich über zwei Semester und kombiniert die LFP-Veranstaltungen ‚Lern- und Entwicklungsprozesse in der Grundschule erforschen' sowie ‚Schule und Unterricht erforschen'. Das Seminar verfolgt eine Kooperation mit der Initiative Kreidestaub statt (https://www.kreidestaub.net/). Die Initiative ermöglicht ein Kennenlernen verschiedener sehr guter Schulen in Deutschland. Durch die Teilnahme an dieser einwöchigen, selbstorganisierten Reise im Juni (!) kann als zweiter Teil des LFP-Seminars (eigentlich im WiSe 26/27) sowie der LFP-Bericht anerkannt werden. Informationen dazu finden sich auf der Internetseite von Kreidestaub als auch zu Anfang des Seminars. Die Einbindung der Kooperation ist nicht verpflichtend. Am Seminar kann sich auch angemeldet werden, wenn Personen die selbstorganisierte Reise nicht planen.
Der thematische Fokus im Seminar liegt zunächst auf dem Arbeitsplatz Schule als komplexem System, das durch formale Strukturen wie Curricula und informelle Beziehungen zwischen Lehrkräften, Schüler:innen und anderen Akteuren geprägt ist. Die Arbeitsaufgaben sind durch eine hohe Auftragsöffnung gekennzeichnet, was sowohl Autonomie als auch eine erhebliche Anforderungsvielfalt mit sich bringt. Externe Faktoren wie gesellschaftliche Erwartungen und politische Vorgaben beeinflussen diese zusätzlich. Besonders die Zweiteilung des Arbeitsplatzes zwischen Schule und zu Hause führt zu unvollständiger Regulierung der Arbeitszeit und birgt Überlastungsrisiken. Die anstehende Umstrukturierung zum Ganztagsschulmodell verändert diese Situation: sie reduziert den Druck, jene Aufgaben im privaten Raum zu erledigen, gleichzeitig entstehen neue Anforderungen an die Organisation der Arbeitszeit und die räumliche Ausstattung für bspw. Teamarbeit oder Beratung. Der Kern des Seminars liegt in der individuellen Entwicklung eines eigenen Forschungsprojekts (das Seminarthema kann selbstredend übernommen werden). Im Sommersemester 2026 steht dazu die Konzeption des Projekts und deren theoretische Fundierung im Vordergrund, der zweite Teil im Wintersemester 2026/27 widmet sich der Auswertung eigener erhobener Daten aus dem Praxissemester (oder der Teilnahme an der Lernreise). Die Betreuung durch den Dozenten konzentriert sich auf qualitative Methoden: auf das Führen und Auswerten von Interviews und deren Auswertung durch eine qualitative Inhaltsanalyse. Der Besuch der Vorlesung ‚Qualitative Methoden der Unterrichtsforschung' wird empfohlen, idealerweise im Sommersemester 2026. Das Forschungsprojekt soll während des Praxissemesters durchgeführt und im Seminar präsentiert werden. Der abschließende Bericht wird zum 31.3.27 fällig bzw. bei der Teilnahme an der Lernreise das von der Initiative mitgeteilte Datum.
Gruppe 2 (Kabaum): Arbeitsplatz Schule: Gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen (Fortführung im WS 26/27: vorauss. Fr. 14:00-18:00 Uhr - zweiwöchentlich) Das Seminar erstreckt sich über zwei Semester und kombiniert die LFP-Veranstaltungen ‚Lern- und Entwicklungsprozesse in der Grundschule erforschen' sowie ‚Schule und Unterricht erforschen'. Das Seminar verfolgt eine Kooperation mit der Initiative Kreidestaub statt (https://www.kreidestaub.net/). Die Initiative ermöglicht ein Kennenlernen verschiedener sehr guter Schulen in Deutschland. Durch die Teilnahme an dieser zweiwöchigen, selbstorganisierten Reise kann als zweiter Teil des LFP-Seminars (eigentlich im WiSe 26/27) sowie der LFP-Bericht anerkannt werden. Informationen dazu finden sich auf der Internetseite von Kreidestaub als auch zu Anfang des Seminars. Die Einbindung der Kooperation ist nicht verpflichtend. Am Seminar kann sich auch angemeldet werden, wenn Personen die selbstorganisierte Reise nicht planen.
Der thematische Fokus im Seminar liegt zunächst auf dem Arbeitsplatz Schule als komplexem System, das durch formale Strukturen wie Curricula und informelle Beziehungen zwischen Lehrkräften, Schüler:innen und anderen Akteuren geprägt ist. Die Arbeitsaufgaben sind durch eine hohe Auftragsöffnung gekennzeichnet, was sowohl Autonomie als auch eine erhebliche Anforderungsvielfalt mit sich bringt. Externe Faktoren wie gesellschaftliche Erwartungen und politische Vorgaben beeinflussen diese zusätzlich. Besonders die Zweiteilung des Arbeitsplatzes zwischen Schule und zu Hause führt zu unvollständiger Regulierung der Arbeitszeit und birgt Überlastungsrisiken. Die anstehende Umstrukturierung zum Ganztagsschulmodell verändert diese Situation: sie reduziert den Druck, jene Aufgaben im privaten Raum zu erledigen, gleichzeitig entstehen neue Anforderungen an die Organisation der Arbeitszeit und die räumliche Ausstattung für bspw. Teamarbeit oder Beratung. Der Kern des Seminars liegt in der individuellen Entwicklung eines eigenen Forschungsprojekts (das Seminarthema kann selbstredend übernommen werden). Im Sommersemester 2026 steht dazu die Konzeption des Projekts und deren theoretische Fundierung im Vordergrund, der zweite Teil im Wintersemester 2026/27 widmet sich der Auswertung eigener erhobener Daten aus dem Praxissemester (oder der Teilnahme an der Lernreise). Die Betreuung durch den Dozenten konzentriert sich auf qualitative Methoden: auf das Führen und Auswerten von Interviews und deren Auswertung durch eine qualitative Inhaltsanalyse. Der Besuch der Vorlesung ‚Qualitative Methoden der Unterrichtsforschung' wird empfohlen, idealerweise im Sommersemester 2026. Das Forschungsprojekt soll während des Praxissemesters durchgeführt und im Seminar präsentiert werden. Der abschließende Bericht wird zum 31.3.27 fällig bzw. bei der Teilnahme an der Lernreise das von der Initiative mitgeteilte Datum.
Gruppe 3 (Lautenbach): Wohlbefinden in der Schule (quantitativ) erforschen (Fortführung im WS 26/27: vorauss. Fr 12-14 Uhr) Das Seminar vermittelt den Forschungsprozess anhand quantitativer Methoden der empirischen Bildungsforschung. Im Zentrum steht die Entwicklung von individuellen Forschungsprojekten. Inhaltlich werden Aspekte des schulbezogenen Wohlbefindens von Schüler*innen und Lehrkräften, wie z.B. die soziale Eingebundenheit oder die Belastung von Lehrkräften, in den Fokus genommen. Die zu entwickelnden Forschungsprojekte sollen sich idealerweise inhaltlich in diesem Bereich ansiedeln; Individuallösungen sind bei einer Verknüpfung vom LFP mit einer Masterarbeit möglich. Die Forschungsprojekte werden bis zum Ende des Sommersemesters konkretisiert und in einem Exposé festgehalten. Die Datenerhebung erfolgt in der Regel durch den Einsatz von Fragebögen oder strukturierten Beobachtungsrastern im Rahmen des Praxissemesters. Die Auswertung der Daten mit quantitativen Verfahren und die Ergebnispräsentation erfolgt im Wise 2025/26. Die Vorlesung "Quantitative Methoden der Unterrichtsforschung" sollte im SoSe 26 belegt werden.
Gruppe 4 (Lautenbach): Schulbezogenes Wohlbefinden (quantitativ) erforschen (Fortführung im WS 26/27: vorauss. Fr 14-16 Uhr) Das Seminar vermittelt den Forschungsprozess anhand quantitativer Methoden der empirischen Bildungsforschung. Im Zentrum steht die Entwicklung von individuellen Forschungsprojekten. Inhaltlich werden Aspekte des schulbezogenen Wohlbefindens von Schüler*innen und Lehrkräften, wie z.B. die soziale Eingebundenheit oder die Belastung von Lehrkräften, in den Fokus genommen. Die zu entwickelnden Forschungsprojekte sollen sich idealerweise inhaltlich in diesem Bereich ansiedeln; Individuallösungen sind bei einer Verknüpfung vom LFP mit einer Masterarbeit möglich. Die Forschungsprojekte werden bis zum Ende des Sommersemesters konkretisiert und in einem Exposé festgehalten. Die Datenerhebung erfolgt in der Regel durch den Einsatz von Fragebögen oder strukturierten Beobachtungsrastern im Rahmen des Praxissemesters. Die Auswertung der Daten mit quantitativen Verfahren und die Ergebnispräsentation erfolgt im Wise 2025/26. Die Vorlesung "Quantitative Methoden der Unterrichtsforschung" sollte im SoSe 26 belegt werden.
Gruppe 5 (Lautenbach): Schulbezogenes Wohlbefinden (quantitativ) erforschen (Fortführung im WS 26/27: vorauss. Do 14-16 Uhr) Das Seminar vermittelt den Forschungsprozess anhand quantitativer Methoden der empirischen Bildungsforschung. Im Zentrum steht die Entwicklung von individuellen Forschungsprojekten. Inhaltlich werden Aspekte des schulbezogenen Wohlbefindens von Schüler*innen und Lehrkräften, wie z.B. die soziale Eingebundenheit oder die Belastung von Lehrkräften, in den Fokus genommen. Die zu entwickelnden Forschungsprojekte sollen sich idealerweise inhaltlich in diesem Bereich ansiedeln; Individuallösungen sind bei einer Verknüpfung vom LFP mit einer Masterarbeit möglich. Die Forschungsprojekte werden bis zum Ende des Sommersemesters konkretisiert und in einem Exposé festgehalten. Die Datenerhebung erfolgt in der Regel durch den Einsatz von Fragebögen oder strukturierten Beobachtungsrastern im Rahmen des Praxissemesters. Die Auswertung der Daten mit quantitativen Verfahren und die Ergebnispräsentation erfolgt im Wise 2025/26. Die Vorlesung "Quantitative Methoden der Unterrichtsforschung" sollte im SoSe 26 belegt werden.
Gruppe 6 (Wehner): Heterogenität - Doing differences in Schule und Unterricht (Fortführung im WS 26/27: vorauss. asynchron) Im Seminar werden die Vielschichtigkeit und Bedeutung von Heterogenität sowie die damit einhergehenden Herausforderungen und Chancen für Schule und Unterricht beleuchtet. Im Sommersemester liegt der Fokus zum einen auf der Auseinandersetzung mit theoretischen Ansätzen und empirischen Ergebnissen und zum anderen auf der ethnografischen Beobachtung als qualitativen Zugang zum Feld Schule und Unterricht, um in Anlehnung an „doing difference“-Ansätze die (Re-)Produktion von Unterschieden in Schule und Unterricht zu analysieren. Ziel ist es darüber hinaus eigenständig ein praxistheoretische Forschungsprojekt zu erarbeiten. Im anschließenden Wintersemester (Praxissemester) soll das Forschungsprojekt an der Praktikumsschule durchgeführt werden. Im Seminar findet eine asynchrone Begleitung zur Auswertung (Qualitative Inhaltsanalyse, Ethnografischer Zugang) sowie am Ende des Wintersemesters die Ergebnispräsentation statt. Das LFP-Projekt soll im Rahmen des Seminarthemas erarbeitet werden (andere Themen im Zusammenhang mit Masterarbeiten können individuell abgesprochen werden). Es wird der Besuch der Vorlesung "Qualitative Methoden der Unterrichtsforschung" im SoSe 26 empfohlen.
Gruppe 7 (Mayer): Diskriminierung in Schule und Unterricht (Fortführung im WS 26/27: vorauss. Fr 14-16 Uhr) Dieses Seminar beschäftigt sich einerseits inhaltlich mit dem Thema Diskriminierung in der Schule und Unterricht und versucht die Entstehung von Stereotypen, Vorurteilen und Diskriminierung zu verstehen und auch Maßnahmen dagegen aufzuzeigen. Andererseits werden wir im Seminar auch verschiedene quantitative und qualitative Forschungsmethoden kennenlernen und dabei unter anderem mit Fragebogen, Interviews, strukturierten sowie ethnografischen Beobachtungen arbeiten. Nach Absprache sind auch weitere Methoden wie etwa Dokumentenanalyse möglich.
Im Laufe des Semesters werden wir zudem zentrale Verfahren wie die Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring sowie deskriptive Statistik einführen. Jede*r entwickelt anschließend ein eigenes Forschungsprojekt, das thematisch und methodisch offen ist. Eigene Fragestellungen und Themen können frei gewählt werden, eine Verknüpfung mit einer Masterarbeit ist ausdrücklich erwünscht und möglich. Das Seminarthema dient hierbei lediglich als zusätzliche Rahmung und Inspiration, es muss nicht selbst zum Gegenstand der Forschung werden.
Ich empfehle begleitend die quantitative VL im SoSe26 zu besuchen.
Gruppe 8 (Fehrmann und Wehner): Kooperation in der Schule (Fortführung im WS 26/27: voraussichtlich Freitag 14-16 (Zu Beginn und am Ende jeweils Einzeltermin 14-18 Uhr)) Im Seminar wird die Bedeutung und die praktische Umsetzung von Kooperation in schulischen Kontexten betrachtet. Dabei können verschiedenen Formen der Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften, Eltern, Fachkräften, Schüler*innen oder studentischen Kooperation im eigenen Praxissemester-Tandem in den Fokus genommen werden. Im Sommersemester liegt der Fokus zum einen auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit Modellen von Kooperation und aktuellen Forschungsergebnissen, um ein tiefes Verständnis für die Bedeutung und die Potenziale von Kooperation zu entwickeln. Zum anderen werden Grundlagen (qualitative Interviews und ethnografische Beobachtungen) für die Entwicklung eines eigenen qualitativen Forschungsprojektes gelegt. Im anschließenden Wintersemester (Praxisphase) soll das Projekt dann in der Praktikumsschule durchgeführt werden. Im Seminar findet eine Begleitung zur Auswertung (Qualitative Inhaltsanalyse, Ethnografischer Zugang) sowie am Ende des Wintersemesters die Ergebnispräsentation statt. Das Seminar geht über zwei Semester, im WiSe wird es Präsenztermine am Freitagnachmittag geben. Das LFP-Projekt soll im Rahmen des Seminarthemas erarbeitet werden (andere Themen im Zusammenhang mit Masterarbeiten können individuell abgesprochen werden). Es wird der Besuch der Vorlesung "Qualitative Methoden der Unterrichtsforschung" im SoSe 26 empfohlen.
Gruppe 9 (Ferdinand): LFP Schule und Unterricht quantitativ-empirisch erforschen und weiterentwickeln (Fortführung im WS 26/27: vorauss. Fr 14-16 Uhr) Das Seminar vermittelt den Forschungsprozess (insbesondere) anhand von Methoden der quantitativen empirischen Bildungsforschung. Vor allem haben die Studierenden die Möglichkeit, selbst praxisrelevante Fragestellungen zu entwickeln, daraus Hypothesen abzuleiten und diese anhand wissenschaftlicher Methoden zu überprüfen. Im Seminar werden dabei vor allem Fragebögen, Leistungstests sowie systematische (Unterrichts-)Beobachtung behandelt und praktisch eingesetzt. Der Schwerpunkt liegt auf quantitativen Auswertungsmethoden, darunter deskriptive Statistik sowie Inferenzstatistik (insbesondere Mittelwertvergleiche/t-Tests, Korrelationsanalysen etc.). Die Studierenden können ihr LFP-Forschungsthema frei wählen und werden bei der Themenfindung unterstützt; eine Verknüpfung mit der Masterarbeit (z. B. im Sinne einer Pilotstudie) ist möglich. Schließlich werden sie die Ergebnisse ihrer eigenen empirischen Forschung in Form eines wissenschaftlichen Posters präsentieren.
Es wird der Besuch der Vorlesung zu quantitativen Methoden der Schul- und Unterrichtsforschung (ISG und ISS -- jetzt auch GS) empfohlen.
Gruppe 10 (Ferdinand): LFP Schule und Unterricht quantitativ-empirisch erforschen und weiterentwickeln (Fortführung im WS 26/27: vorauss. Fr 14-16 Uhr) Das Seminar vermittelt den Forschungsprozess (insbesondere) anhand von Methoden der quantitativen empirischen Bildungsforschung. Vor allem haben die Studierenden die Möglichkeit, selbst praxisrelevante Fragestellungen zu entwickeln, daraus Hypothesen abzuleiten und diese anhand wissenschaftlicher Methoden zu überprüfen. Im Seminar werden dabei vor allem Fragebögen, Leistungstests sowie systematische (Unterrichts-)Beobachtung behandelt und praktisch eingesetzt. Der Schwerpunkt liegt auf quantitativen Auswertungsmethoden, darunter deskriptive Statistik sowie Inferenzstatistik (insbesondere Mittelwertvergleiche/t-Tests, Korrelationsanalysen etc.). Die Studierenden können ihr LFP-Forschungsthema frei wählen und werden bei der Themenfindung unterstützt; eine Verknüpfung mit der Masterarbeit (z. B. im Sinne einer Pilotstudie) ist möglich. Schließlich werden sie die Ergebnisse ihrer eigenen empirischen Forschung in Form eines wissenschaftlichen Posters präsentieren.
Es wird der Besuch der Vorlesung zu quantitativen Methoden der Schul- und Unterrichtsforschung (ISG und ISS -- jetzt auch GS) empfohlen.
Gruppe 11 (Blaschke-Nacak): Ambivalenzen (grundschul-)pädagogischen Handelns erkunden. (Fortführung im WS 26/27: vorauss. Freitag Nachmittag) An theoretische Positionen anschließend, die ausgehend vom Befund der grundlegenden Widersprüchlichkeit(en) pädagogischen Handelns die Bedeutung von Ambivalenzerfahrungen für die Lehrer:innenbildung akzentuieren, werden mit zwei unterschiedlichen Verfahren der qualititativen Forschung (Dokumentarische Methode und Vignettenforschung) Momente oder Situationen der Ambivalenzen des Lehrberufs in den Mittelpunkt gerückt. Als Datenmaterial dienen also 1) entweder Interviews oder Gruppendiskussionen, die mit der Dokumentarischen Methode ausgewertet werden oder 2) ethnografische Feldbeobachtungen, die phänomenologisch orientiert verdichtet und analysiert werden. Die Ambivalenzperspektive dient dabei als obligatorisches, sensibilisierendes Konzept, an welches ein breites Spektrum an möglichen Fragestellungen angeschlossen werden kann. Es wird der Besuch der Vorlesung: "Qualitative Methoden der Unterrichtsforschung" im ersten Semester des Projekts (SoSe 26) empfohlen.
Gruppe 12 (May): Dinge und Räume in Schule und Unterricht (Fortführung im WS 26/27: voraussichtlich freitags 14täg. 14-18 Uhr (ggf. früher, fallls alle Studierenden Methodenvorlesung belegt haben)) Das Lehr- und Lernforschungsprojekt (LFP) hat keinen fachdidaktischen Fokus, sondern nimmt aus allgemeinpädagogischer Perspektive die Besonderheiten von Dingen und Räumen in Schule und Unterricht in den Blick. Fokussiert werden die Auseinandersetzungen, die Interaktionen und die Sicht von Schüler:innen auf Dinge und Räume im schulischen Kontext. Im Rahmen des Seminars werden Grundlagen zu eigener empirischer Forschung gelegt, der Schwerpunkt liegt dabei auf der phänomenologisch orientierten Vignetten- und Anekdotenforschung (qualitative Ansätze). Im Zentrum steht die Entwicklung eines eigenen Forschungsprojektes, das am Ende der ersten Seminarphase in Bezug auf Forschungsfrage und Untersuchungsdesign konkretisiert und in einem Exposé festgehalten wird. Im Wintersemester erfolgt dann die eigenständige Durchführung der Untersuchung, die durch gemeinsame Materialauswertungen und methodische Reflexionen begleitet wird. Das Seminar findet im Wintersemester voraussichtlich am Freitagnachmittag statt. Es wird empfohlen die Vorlesung “Einführung in die qualitative Empirie“ bei Prof. Brinkmann zu besuchen.
Gruppe 13 (Carnap): Mis/matching Patterns oder Divergenzen, Oppositionen und Einvernehmen. Grundschulpädagogische Aushandlungsprozesse dokumentarisch erforschen. (Fortführung im WS 26/27: Do, 16-18 Uhr (wöchentliche Forschungswerkstätten) plus 3 Einzeltermine 18-20 Uhr im Anschluss an die regulären Termine (1x Kick-Off zu Beginn des WiSe; 1x Finalisierung im Januar; 1x Abschluss-Event Ende Februar)) Die Dokumentarische Methode bietet einen etablierten Forschungszugang zum Erfahrungswissen, dem Know-How oder auch praktischen Sinn (Bourdieu) von Akteur*innen eines bestimmten Forschungsfeldes. Welches implizite Wissen verbindet die, die miteinander tätig sind? Der methodische Zugang erfolgt qualitativ-rekonstruktiv über die analytische Trennung von dem was gesagt, getan, gezeigt wird und dem, wie das Gesagte / Getane / Gezeigte strukturiert ist bzw. wie die Praxis stillschweigend interaktiv (gemeinsam) aufgebaut bzw. konstruiert wurde. Diese in der Praxis bewährten Strukturen zeigen sich besonders deutlich in Aushandlungsprozessen, etwa auf thematischer Ebene, wenn gemeinsam zu einem Gegenstand Stellung bezogen wird (Kolleg*innen oder Schüler*innen-Peers unterhalten sich über xy, z.B. Hausaufgaben) oder auf zwischenmenschlicher Ebene, wenn verschiedene Statusgruppen (Eltern, Schüler*innen, Erzieher*innen oder/und Lehrer*innen) eine gemeinsame Strategie entwickeln (z.B. im Lernberatungsgespräch oder im Rahmen einer Konferenz) oder im Umgang mit (neueingeführten) Gegenständen, etwa (Klassen-) Regeln oder auch Tablets etc. Welche positiven und negativen Gegenhorizonte (Idealvorstellungen) werden eingebracht, in welchem Modus wird diskutiert, welche und wessen Idee setzt sich (machtvoll) durch? Wie kommt der Prozess in Gang, wie wird er wieder beendet? Das Lehrforschungsprojekt ist schwerpunktmäßig der Vermittlung der Dokumentarischen Methode in Bezug auf Gruppendiskussionen, Bild- und Artefaktanalysen gewidmet, ergänzt um teilnehmende Beobachtungen. Die Teilnehmer*innen entwickeln ausgehend von den methodischen Grenzen und Möglichkeiten ein eigenes Lehr-/Lernforschungsprojekt, das – abgesehen von der Methode – thematisch breit gewählt werden kann (erste Vorschläge siehe oben). Zum Forschungsprojekt gehört das Verfassen eines Exposés und das Einarbeiten von Feedback im Sommersemester; die Erhebung während des Praxissemesters und die Diskussion eines Interpretationsvorschlags in der Forschungswerkstatt im Winteresemster, sowie die Abschlusspräsentation und der Forschungsbericht. Es wird der Besuch der qualitativen Methodenvorlesung empfohlen, andernfalls die Bereitschaft vorausgesetzt, sich in das interpretative Paradigma eigenständig einzuarbeiten.
Gruppe 14 (Staab): Das pädagogische Un_Verhältnis in der Grundschule (Fortführung im WS 26/27: vorauss. Blocktermine + Fr 14-18 Uhr) In diesem (qualitativ ausgerichteten) Lernforschungsprojekt befassen wir uns mit den Möglichkeiten, pädagogisch ins Verhältnis zu gehen, das Verhältnis zu gestalten und auszuloten. Grundlagenlektüre ist „Das pädagogische Unverhältnis. Lehren und lernen bei Rancière, Gramsci und Foucault“ von Nora Sternfeld. Ausgehend von ebendiesen Diskussionen und Reflexionen soll im Anschluss eine Fragestellung für das Lernforschungsprojekt entwickelt werden. Innerhalb des Seminars wird in die qualitative Erhebungsmethode der Teilnehmenden Beobachtung eingeführt, die als phänomenologische Vignettenforschung weiterentwickelt und ausgewertet wird. Ein Interesse und Bereitschaft sich mit dieser Forschungsmethode und -Methodologie auseinanderzusetzen wird vorausgesetzt, ebenso wie die Teilnahme an den Blockterminen.
Gruppe 15 (Dietrich): Rhythmisieren – synchronisieren – choreografieren: Zeitregimes in der Grundschule (Fortführung im WS 26/27: vorauss. Freitag Nachmittag) Schul-Zeit wird gestaltet, vertrödelt, genutzt, strukturiert; sie wird als endlos lang(weilig) oder zu knapp erlebt; der Ganztag soll gut rhythmisiert, das Lernen soll synchronisiert und zugleich auf kindgemäße Zeitbedürfnisse abgestimmt werden. Lehrkräfte müssen täglich entscheiden, wofür sie sich Zeit nehmen und wofür sie keine Zeit haben. Der Umgang mit Zeit liegt allem Unterrichten, allem Lernen und aller Schulkultur zu Grunde.
Ausgehend von Befunden der pädagogischen Zeitforschung wird die Möglichkeit gegeben, eine eigene Fragestellung hierzu zu entwickeln und zu bearbeiten. Ziel ist auch, das eigene Verhältnis zu Lehr- und Lern-Zeit innerhalb der Zeitregimes der Institution Schule zu reflektieren. Seminarfrenmde Themen können in den LFP-Projekten nicht bearbeitet werden. Es kommen dabei qualitative Methoden wie Beobachtung, Interviews, Ding- und Dokumentenanalyse zum Einsatz. Es werden die für die von Studierenden zu entwickelnden Fragestellungen angemessenen Auswertungsverfahren aus GTM, Diskursanalyse, institutioneller Ethnografie und hermeneutischer Artefaktanalyse besprochen. Die Vorlesung zu qualitativen Methoden ist daher Grundlage des LFP. Die Vorlesung zu qualitativen Methoden wird empfohlen.
Gruppe 16 (Brämer): Macht (im) Unterricht (Fortführung im WS 26/27: vorauss. Fr 14-18 Uhr - zweiwöchentlich) Wie entsteht ein Machtverhältnis zwischen Schüler:innen und Lehrer:innen und wie wird dieses aufrechterhalten? Welche Rolle spielen Unterrichtsmaterialien, Möbel, o.Ä. für dieses Verhältnis? Das Seminar beschäftigt sich mit diesen und ähnlichen Fragen und behandelt diesbezüglich verschiedene Machtbegriffe und Disziplinierungspraktiken im Kontext des Unterrichts an Schulen. Im Rahmen dieses Seminars zum Lehr- und Lernforschungsprojekt behandeln wir außerdem empirische Zugänge zu diesen Machtverhältnissen. Sie lernen hierfür, wie man mithilfe qualitativer Methoden wie der Beobachtung oder dem Interview arbeitet sowie entsprechende Daten mit der Grounded Theory analysiert. Es wird empfohlen die Methodenvorlesung zu qualitativen Methoden zu besuchen. Der thematische Fokus des Seminars wird empfohlen, ist jedoch nicht verpflichtend (z.B. bei der Verknüpfung von LFPs mit Masterarbeiten).
Gruppe 17 (Stiller): Empirische Lehr-/Lernforschung mit Bezug zu Fragestellungen der Sachunterrichtsdidaktik (Fortführung im WS 26/27: vorauss. Fr 14-16 Uhr - ab 25.09.) Das Seminar kombiniert die beiden LFP-Veranstaltungen „Lern- und Entwicklungsprozesse in der Grundschule erforschen" und „Schule und Unterricht erforschen". Dieses Seminar ist vorrangig (aber nicht ausschließlich) für Studierende gedacht, die bereits das Forschungsseminar "Aktuelle Forschungsfragen der Sachunterrichtsdidaktik" bei Jurik Stiller belegt haben. Inhaltlich und methodisch soll daher nach Möglichkeit an die dort abgeschlossenen Vorstudien angeknüpft werden. Im Einzelfall ist davon abweichend aber auch die Konzeption, Durchführung und Auswertung eigener qualitativ- od. quantitativ-empirischer Forschungsvorhaben mit eingener Themensetzung möglich. Daher werden im Seminar sowohl quantitative als auch qualitative Methoden vermittelt und es können alle Datenerhebungsformen genutzt werden (z.B. Tests, Fragebögen, Beobachtung, ggf. auch ethnographisch, phänomenologisch, phänomenographisch, Beobachtung, Interviews). Im Seminar werden entsprechend verschiedene Datenauswertungsmethoden eingeübt (z.B. Qualitative Inhaltsanalyse, dokumentarische Methode, deskriptive und Inferenz-Statistik).
Gruppe 18 (Sasse): Gestaltung von Lernumgebungen für heterogene Lerngruppen
Diese Lehrveranstaltung richtet sich an Studierende, die ihr LFP im Überschneidungsbereich zwischen Grundschulpädagogik und dem Fach Deutsch (Primarstufe) absolvieren möchten. Mögliche Themenschwerpunkte können sein:
- Selbstreflexion der eigenen Professionsrolle als Lehrkraft in der Arbeit mit Kindern
- Gestaltung von barrierefreien Lernumgebungen sowie kooperative Planung von Unterricht
- Entwicklung gemeinsamer Lerngegenstände für verschieden kompetente Kinder
Ein thematischer Schwerpunkt dieser Lehrveranstaltung liegt in der Gestaltung von Lernumgebungen für heterogene Lerngruppen. In der Lehrveranstaltung besteht die Möglichkeit, das LFP als Basis einer Masterarbeit in den Blick nehmen.
Gruppe 19 (Kabaum): Abschluss des LFP "Perspektivenwechsel: Leseförderung in der Sicht der Leser:innen" aus WiSe 26/27 Das Seminar ist nur für Studierende, die an der LV Gr. 1 der LV 54524 (Lehr- und Lernforschungsprojekt im Praxissemester (LFP) für Lehramt an Grundschulen (Fortsetzung)) im WiSe 25/26 teilnahmen.
Gruppe 20 (Engel): Künstliche Intelligenz in Schule und Unterricht
Der Einsatz künstlicher Intelligenz im schulischen Kontext eröffnet vielfältige Chancen für eine innovative und lernförderliche Gestaltung von Unterricht und kann zur Förderung der Medienkompetenz von Schüler:innen beitragen.
Dieses Lernforschungsprojekt richtet sich an Studierende, die sich vertieft mit dem Einsatz von KI im Unterricht auseinandersetzen möchten. Im Rahmen des Seminars werden verschiedene KI-Tools kennengelernt, erprobt und im Hinblick auf ihre didaktischen Potenziale reflektiert.
Die Studierenden entwickeln ein eigenes Forschungsdesign zu einer bildungsbezogenen Fragestellung, das entweder qualitativ oder quantitativ ausgerichtet sein kann.
Für die Entwicklung und Durchführung des Lernforschungsprojekts können KI-gestützte Tools genutzt werden, beispielsweise zur Ideenfindung, Datenauswertung oder Textanalyse. Der Einsatz dieser Technologien wird dabei nicht nur praktisch erprobt, sondern auch kritisch-konstruktiv reflektiert.
Im anschließenden Wintersemester (Praxissemester) wird das Forschungsprojekt an der Praktikumsschule durchgeführt. Das Seminar wird in dieser Phase digital fortgeführt und begleitet die Auswertung der erhobenen Daten. Den Abschluss bildet eine Präsentation der Ergebnisse am Ende des Wintersemesters. |