Gegenstand dieses Seminars werden die frühen Dichtungen Eugenio Montales (1896-1981) sein, die uns in der Sammlung Ossi di seppia (1925) vorliegen. Montale, der 1975 den Nobelpreis für Literatur gewann, führt uns in seinen kurzen und eindrücklichen Gedichten ein lyrisches Ich auf der Suche nach Sinn in einer feindlichen Welt vor. Hundert Jahre nach ihrem Erscheinen hat die Sammlung offensichtlich nichts von ihrer Aktualität verloren.
Anhand einiger exemplarischer Texte sollen die Motive, die ihm bei der Suche weiterhelfen, erarbeitet werden. Weiterhin werden wir uns die Frage stellen, inwiefern das lyrische Ich eine Entwicklung durchmacht, ob also die Reihenfolge, in der die Gedichte von Montale selbst angeordnet wurden, eine Rolle spielt. Kann der Gedichtband Ossi di seppia wohlmöglich als „Bildungsroman“ gelesen werden?
Zur Anschaffung empfohlen: Eugenio Montale, Ossi di seppia. A cura di Pietro Cataldi e Floriana D’Amely. Milano: Oscar Mondadori, 2003.
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