‚Grammatikalisierung‘ bezeichnet den sprachhistorischen Vorgang, dass ein lexikalisches Element zu einem grammatischen wird. Die beiden Bedeutungen können, aber müssen nicht nebeneinander bestehen. Beispiele sind die französischen und italienischen Adverbendungen -ment bzw. -mente (wie in rapidement, rapidamente). Beide sind aus dem lateinischen mens ‚Geist‘ entstanden, das auch im Italienischen als mente weiterexistiert – aber nicht im Französischen. Wie kann so etwas passieren? Dieser Kurs führt Sie in Grundlagen und aktuelle Diskussionen zu dieser Thematik ein.
Literatur: Paul J. Hopper, Elizabeth Closs Traugott: Grammaticalization. Cambridge: Cambridge University Press 2003 (2. Auflage).
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