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Die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes in Völkerstrafsachen - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Blockseminar Veranstaltungsnummer 10765
Semester SoSe 2026 SWS 2
Rhythmus jedes Semester Moodle-Link https://moodle.hu-berlin.de/course/view.php?id=139114
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist Es findet keine Online-Belegung über AGNES statt!
Veranstaltungsformat Präsenz

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Gebäude Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Do. 09:00 bis 19:00 s.t. Einzel am 18.06.2026 326 (Seminarraum)
Stockwerk: 3. OG


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Kommode - Bebelplatz 2 (BE 2)

Außenbereich eingeschränkt nutzbar Innenbereich eingeschränkt nutzbar Barrierearmes WC vorhanden Barrierearme Anreise mit ÖPNV möglich
       
Fr. 09:00 bis 19:00 s.t. Einzel am 19.06.2026 326 (Seminarraum)
Stockwerk: 3. OG


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Kommode - Bebelplatz 2 (BE 2)

Außenbereich eingeschränkt nutzbar Innenbereich eingeschränkt nutzbar Barrierearmes WC vorhanden Barrierearme Anreise mit ÖPNV möglich
       
Sa. 09:00 bis 19:00 s.t. Einzel am 20.06.2026 326 (Seminarraum)
Stockwerk: 3. OG


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Kommode - Bebelplatz 2 (BE 2)

Außenbereich eingeschränkt nutzbar Innenbereich eingeschränkt nutzbar Barrierearmes WC vorhanden Barrierearme Anreise mit ÖPNV möglich
       
Gruppe 1:
 


Zugeordnete Personen
Zugeordnete Personen Zuständigkeit
Hohoff, Ute , Dr.
Jeßberger, Florian, Professor, Dr.
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Master of Laws  Dt.und Europäisches Recht Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2017 )     -  
Master of Laws  Europäisches Recht Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2017 )     -  
Staatsex./ 1.Jurist.Prfg.  Rechtswissenschaft Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2020 )     -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Juristische Fakultät
Inhalt
Kommentar

Spät, nämlich erstmals in einer Entscheidung im Zusammenhang mit der Verfolgung von DDR-Unrecht, hat der Bundesgerichtshof das Völkerstrafrecht, konkret: das Recht von Nürnberg, zur Kenntnis genommen; bekanntlich erfolgte die Aburteilung der nationalsozialistischen Verbrechen durch deutsche Gerichte, so sie denn überhaupt stattfand, unter Anwendung der allgemeinen Straftatbestände des (Reichs-) Strafgesetzbuches; Völkerstrafrecht spielte keine Rolle. Eine erste Entscheidung zum Völkermordtatbestand (§ 220a StGB a.F.) betraf dann in den 1990er Jahren Ereignisse im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt auf dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawien.

Seit 2002 bildet das Völkerstrafgesetzbuch die Grundlage für die Durchführung strafrechtlicher Verfahren in Deutschland, die Völkerrechtsverbrechen – namentlich Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen sowie das Verbrechen der Aggression – zum Gegenstand haben. Auf dieser Grundlage hat sich eine Verfolgungspraxis herausgebildet, die zu einer beachtlichen Zahl gerichtlicher Verurteilungen geführt hat. Im Zuge dieser dynamischen Entwicklung hatte auch der Bundesgerichtshof Gelegenheit, zu grundlegenden Fragen des „deutschen Völkerstrafrechts“ Stellung zu nehmen. Diese betreffen unter anderem die Reichweite deutscher Strafgewalt, die Merkmale der einzelnen Verbrechenstatbestände, besondere Zurechnungsregeln wie die Vorgesetztenverantwortlichkeit, die konkurrenzrechtliche Einordnung der Straftatbestände, das Verfolgungshindernis der Immunität sowie zahlreiche prozessuale Fragestellungen. Diese durchaus reichhaltige Spruchpraxis des Bundesgerichtshofes bildet den Gegenstand des Seminars. Konkret sollen ausgewählte Entscheidungen analysiert, eingeordnet und kritisch diskutiert werden.

Bemerkung
Das Seminar findet als Blockveranstaltung im Juni 2026 in Berlin statt. Es richtet sich in erster Linie an Studierende im universitären Schwerpunkt 7. Es besteht die Möglichkeit zur Anfertigung einer vorausgehenden Studienarbeit.
Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt. Eine Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Die Anmeldung für die Studierenden im Schwerpunkt 7 erfolgt über das schwerpunktinterne, zentrale Vergabeverfahren. Sonstige interessierte Studierende melden sich unter Angabe von Name, Matrikel-Nr. sowie ggfls. Schwerpunkt per Email an sekretariat.jessberger.rewi@hu-berlin.de (Natacha d’Araïo).
Prüfung

Von allen Teilnehmenden wird ein mündliches Referat erwartet. Die Referatsthemen werden zu Beginn des Sommersemesters in einer Vorbesprechung vergeben. Der Termin der Vorbesprechung für die angemeldeten Teilnehmer*innen wird gesondert im Moodle-Kurs bekannt gegeben.

Strukturbaum

Die Veranstaltung wurde 1 mal im Vorlesungsverzeichnis SoSe 2026 gefunden:

Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin