Roms Gründungslegende ist kein Solitär innerhalb antiker „fundierender“ Mythen, sondern Ergebnis eines längeren Entwicklungsprozesses, der eng verbunden ist mit Roms Hineinwachsen in die mediterrane kulturelle community, die diverse narrative Grundstrukturen und -elemente für solche foundation stories bereithielt. Im Seminar sollen daher v.a. die Bezüge zur griechischen Ktisis-Literatur erörtert, aber auch die Darstellungsabsichten und die damit einhergehenden Profilierungen des Narrativs bei den besonders relevanten Autoren bzw. Texten (Cicero, Dionysios von Halikarnassos, Vergil, Livius, Ovid, Plutarch, Origo gentis Romanae) diskutiert werden.
Weitere Informationen zum Kursablauf werden Anfang April über Moodle abrufbar sein (Passwort wird den über AGNES-Anmeldung Zugelassenen per Mail mitgeteilt).
Die Veranstaltung eignet sich auch für Studierende des Lehramtsstudiengangs, da die Gründungsgeschichte Roms zu den Essentials des Lateinunterrichts gehört.
Lit.: H.-J. HILLEN, Von Aeneas zu Romulus, Düsseldorf-Zürich 2003. N. MAC SWEENEY (Hg.) Foundation Myths in Ancient Societies. Dialogues and Discourses. Philadelphia 2014
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