Die Vorlesung vermittelt den Studierenden anhand exemplarisch ausgewählter Textpassagen einen Überblick über das römische Epos. Im Fokus stehen die Fragmente der frührömischen Epiker (v.a. Ennius), die mythologischen Epen ab Vergil (Vergil, Aeneis; Ovid, Metamorphosen; Valerius Flaccus, Argonautika; Statius, Thebais) sowie die historischen Epen der Kaiserzeit (Lucan, Bellum Civile; Silius Italicus, Punica). Des Weiteren werden Sachepen diskutiert (Lucrez, De rerum natura; Vergil, Georgica). In der Vorlesung werden neben der Struktur der Werke und den konkreten Inhalten, die anhand ausgewählter Passagen besprochen werden, Aspekte wie epische Bauformen und epische topoi behandelt. Ein weiterer Fokus liegt auf den literaturwissenschaftlichen Theorien, die sich zur Analyse der antiken Texte eignen, so u.a. auf der Narratologie, der Figurentheorie, den Gender Studies und Intertextualitätstheorien. Der Fokus der Vorlesung liegt auf der lateinischen Literatur, doch werden auch griechische Vorgänger behandelt.
Einführende Literatur: E. Burck (Hrsg.), Das römische Epos, Darmstadt 1979; A. Boyle (Hrsg.) Roman epic, London/New York 1993; John M. Foley, A Companion to Ancient Epic. Oxford, 2005.
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