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Antike Romane - Detailseite

Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer 5270160
Semester SoSe 2026 SWS 2
Rhythmus jedes 2. Semester Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist - Eine Belegung ist online erforderlich Zentrale Frist    01.02.2026 - 08.04.2026    aktuell
Veranstaltungsformat Präsenz

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Gebäude Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Mi. 12:00 bis 14:00 c.t. wöch 3059 (Seminarraum)
Stockwerk: 2. OG


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Universitäts-Hauptgebäude - Unter den Linden 6 (UL 6)

Außenbereich eingeschränkt nutzbar Innenbereich eingeschränkt nutzbar Parkplatz vorhanden Barrierearmes WC vorhanden Barrierearme Anreise mit ÖPNV möglich
  findet statt     30
Gruppe 1:


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Gasser, Anna-Maria , Dr. verantwortlich
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Master of Arts  Europäische Literaturen Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   1 - 3 
Master of Arts  Europäische Literaturen Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2025 )   1 - 3 
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät, Institut für Klassische Philologie
Inhalt
Kommentar

Die griechischen und lateinischen Romane der römischen Kaiserzeit bieten (nahezu) alles: Liebe auf den ersten Blick, Erotik, Eifersucht, Ehebruch, Landleben, Abenteuer inklusive Reisen in ferne Länder, in den Weltraum, Schiffbruch, Piraten, Räuberbanden, Krieg, Überdosis, Wahnsinn, Eselsverwandlung, Scheinzerstückelung, Sodomie, Magie, Mysterien, Happyends, Parodie, Satire, Science Fiction, Rhetorik, Intertextualität und narrative Komplexität. Während die Romane in der Antike zwar gerne gelesen wurden, aber keine institutionelle Anerkennung und gattungstheoretische Reflexion erfuhren, haben sie spätestens seit byzantinischer Zeit enorme Wirkmacht entfaltet, die Entstehung der wichtigsten Erzählgattung der europäischen Literatur entscheidend mitgeprägt und wurden besonders seit dem 17. Jahrhundert intensiv literarisch, musikalisch und künstlerisch rezipiert. Berühmt ist Alexander Puschkins Bekenntnis seiner Präferenz im Gegensatz zum klassischen Kanon: „Mit Freuden las ich Apuleius, den Cicero, den las ich nicht“. Erhalten sind im Lateinischen neben den Apuleischen Metamorphosen (auch bekannt als Der goldene Esel) – mit der eingefügten Erzählung von Amor und Psyche – außerdem Petrons Satyrica, im Griechischen fünf Liebesabenteuerromane, aus denen Longos‘ Daphnis und Chloe durch die bukolische Prägung und Heliodors Aithiopika durch eine extrem raffinierte Erzähltechnik herausragen, sowie die Wahren Geschichten Lukians mit einer Reise zum Mond. Wir werden diese höchst verschiedenartigen Texte (in Auszügen) in deutscher Übersetzung lesen, um ihre narrative Struktur nachzuvollziehen und die Funktion(en) der Romane im Kontext ihrer Entstehung mit besonderem Blick auf die Bedeutung der Abenteuer zu verstehen. Die Texte werden zweisprachig zur Verfügung gestellt. Wer vorab den einen oder anderen Roman lesen möchte, kann folgende Ausgabe online günstig erwerben, die alle antiken Romane (nur) in deutscher Übersetzung enthält: B. KYTZLER (Hrsg.). Im Reich des Eros: Sämtliche Liebes- und Abenteuerromane der Antike. 2 Bände. Düsseldorf 2001.

 

Strukturbaum

Die Veranstaltung wurde 2 mal im Vorlesungsverzeichnis SoSe 2026 gefunden:

Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin