Epyllion, Liebesdichtung und Epigramme – Catull setzt neue Maßstäbe in der römischen Dichtung: Er orientiert sich an hellenistischen Vorbildern und verbindet sie mit römischer Tradition. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Lektüre von Catulls Carmen 64, einem Epyllion, das die Hochzeit von Peleus und Thetis erzählt und die einsam zurückgelassene Ariadne ekphrastisch hineinschachtelt. Eine Auswahl aus Catulls Liebesdichtung und Epigrammen ergänzt die Lektüre. In der Veranstaltung machen wir uns mit Catulls Dichtung, ihrer sprachlichen Gestaltung, literaturgeschichtlichen Bedeutung sowie Catulls literarischer Persona (z.B. im Kontext von Gender und Macht) vertraut.
Textgrundlage ist Catullus, Carmina, ed. Roger A. B. MYNORS (Oxford Classical Texts), Oxford 1963. Auszüge daraus und weitere Literatur werden auf Moodle zur Verfügung gestellt. Zur Einführung: Du Quesnay, Ian/Woodman, Tony (Hgg.), The Cambridge Companion to Catullus, Cambridge 2021. https://doi.org/10.1017/9781108147859
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