Mit Hilfe literaturtheoretischer Ansätze lassen sich antike Texte immer wieder neu lesen, mit „literaturtheoretischer Brille“ werden textliche Phänomene und Mechanismen sichtbar. Im ersten Teil der Übung werden wir uns ausführlich mit Horaz‘ antiken Überlegungen zur Literaturtheorie beschäftigen und ausgehend davon im zweiten Teil moderne theoretische Ansätze wie die (Rezeption-)Ästhetik, Narratologie, Hermeneutik, Dekonstruktion oder die literaturwissenschaftlichen Gender-Studies kennenlernen und exemplarisch auf antike Texte anwenden.
Die Leistungspunkte werden für regelmäßige Teilnahme, aktive Mitarbeit, sorgfältige Vorbereitung und die einmalige Übernahme einer Expert:innenrolle vergeben. Weitere Informationen zu Literatur und der Semesterplanung werden über Moodle bekannt gegeben.
Literatur zur Einführung: Culler, Jonathan, Literaturtheorie. Eine kurze Einführung, 2. Aufl., Stuttgart 2014 (online im OPAC der HU verfügbar); Schmitz, Thomas A., Moderne Literaturtheorie und antike Texte. Eine Einführung, Darmstadt 2002; Morgenroth, Claas, Literaturtheorie: Eine Einführung. Paderborn 2016 (online im OPAC der HU verfügbar). Textausgabe: Q. Horatius Flaccus. Opera. ed. D. R. Shackleton Bailey. Berlin 42008. Kommentar: Rudd, Niall. Horace: Epistles Book II and Epistle to the Pisones. Cambridge 1989.
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