Das ältere der beiden Gedichte Hesiods erzählt „wie im Anbeginn Götter und Erde entstanden“ (v. 108). Es bietet also eine Theogonie und zugleich auch eine Kosmogonie. Mit einer solchen Erzählung vom Ursprung der Welt lassen sich zum einen altorientalische und ägyptische Traditionen sowie griechische Theogonien etwa von Pherekydes oder Orpheus, zum anderen auch die vorsokratischen Theorien zur Entstehung der Welt verbinden. Wir wollen daher durch unsere Lektüre des Gedichts nicht nur Hesiods Sprache und Stil, seine (Gattungs)poetik und sein einflussreiches Götterbild kennenlernen und diskutieren, sondern auch seinen Beitrag zur frühgriechischen Philosophie.
Text und Kommentar: J. S. CLAY, A. VERGADOS. Hesiod. Theogony. Cambridge 2025.
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