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Israel/Palästina. Dokumentarfilmkulturen und Friedensaktivitäten - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Raumbuchung Veranstaltungsnummer
Semester WiSe 2025/26 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Raumadministrator  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist Es findet keine Online-Belegung über AGNES statt!
Veranstaltungsformat Präsenz

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Gebäude Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Fr. 12:00 bis 18:00 Einzel am 31.10.2025     findet statt     35
Fr. 12:00 bis 18:00 Einzel am 14.11.2025     findet statt     35
Fr. 12:00 bis 18:00 Einzel am 28.11.2025     findet statt     35
Fr. 12:00 bis 18:00 Einzel am 05.12.2025     findet statt     35
Gruppe 1:
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Köhne, Julia , PD PD Dr. phil. verantwortlich
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Bachelor of Arts  Kulturwissenschaft Kernfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Bachelor of Arts  Kulturwissenschaft Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Bachelor of Science  Kulturwissenschaft Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Master of Arts  Kulturwissenschaft Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Institut für Kulturwissenschaft und Medienwissenschaft, Geschäftsführendes Direktorat
Inhalt
Kommentar

BA-Seminar Israel/Palästina. Dokumentarfilmkulturen und Friedensaktivitäten

Das Seminar fokussiert auf die gemeinsam geteilte Verletzungs- und (Psycho-)Traumageschichte des israelisch-jüdischen Kollektivs und der palästinensisch-arabischen Gemeinschaft. Diese begann lange vor der Staatsgründung Israels 1948, hat beim Angriff der Hamas am 7. Oktober 2023 sowie dem nachfolgenden Gazakrieg einen gewaltsamen Tiefpunkt erreicht und für beide Seiten immenses menschliches Leid erbracht. In den letzten Jahrzehnten haben Dokumentar- und Spielfilmschaffende die Verflechtung der beiden Kollektive und deren Positionen aufgegriffen und aus einer (selbst-)kritischen Doppelperspektive gespiegelt, von The Voice of Peace: Der Traum des Abie Nathan (2014) bis zu Breaking the Silence. Video Testimonies (2017ff.). Zu diesen Filmemachenden gehören u.a. L. Atzmor, M. Abramson, R. Alexandrowicz, P. Bellaïche, M. and Z.  Benazzo, E. Burnat, R. Al Damen, A. Al-Ghoul, Guy Davidi, A. Faingulernt, E. Friedler, R.L. Jones, Y. Shamir, U. Tabari, D. Wachsmann, T. Yarom. Sie reflektieren über die historische und rezente Erfahrung, dass es kein Indiz dafür gibt, gewaltsame Methoden könnten zu einer konstruktiven Konfliktlösung und einer dringend notwendigen Annäherung der beiden Kollektive beitragen.

Das Seminar setzt bei einem offenen Sprechen über die Geschichte und Aktualität des Israel-Palästina-Konflikts auf Basis mitunter unterschiedlicher Wissensstände bei den Teilnehmenden an. Die Effekte einer kontextabhängig unterschiedlichen Nachrichtenberichterstattung und Informationspolitik sollen möglichst ausbalanciert werden. Das Seminar möchte Sprachlosigkeit und Emotionalität in eine wissenschaftliche Analysepraxis, in etwas Produktiv-Analytisches, umlenken helfen. Es ist grundsätzlich überparteiisch und multiperspektivisch ausgerichtet und gibt weder Raum für antisemitische, antijüdische oder anti-israelische, noch für muslimfeindliche oder arabophobe Einstellungen. Vielmehr wird ein lebendiger Dialog angestrebt, der sich auf Friedensforschung und Konfliktlösungsstrategien, völker- und menschenrechtliche Positionen konzentriert. Ausdrückliches Ziel ist, politische Rachelogiken und Gewaltspiralen sichtbar und kritisierbar zu machen – entlang von Texten und Hörstücken u.a. dieser Autor*innen: S. Adwan, D. Bar-On, J. Butler, J. Derrida, P. Grabher, S. Hoffmann, G. Maté, M. Mendel, R. Morag, E. Said, G. Seeßlen. 

Es geht darum, ein Denken zu befördern, das auf eine beidseitige Konfliktbetrachtung fokussiert, anstatt die beiden Seiten gegeneinander auszuspielen – mit Blick auf ein erhofftes künftiges Wohlergehen und eine freundliche Nachbarschaft beider Kollektive. Hierzu werden Ansätze reflektiert, die auf eine Anerkennung der Geschichte und des Narrativs des jeweils ‚Anderen‘, den gegenseitigen Abbau von Feindbildern sowie Anti-Gewalt-Trainings gerichtet sind. Hierzu werden aktuelle und vergangene humanitäre und Friedensaktivitäten und Untersuchungsmodi vorgestellt, wie z.B. Breaking The Silence, Chefs For Peace, Combatants For Peace, Good Water Neighbors, Feminist Peace Studies, Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus und Rassismus e.V., Othering & Belonging Institute at UC Berkeley, Standing Together, Physicians for Human Rights, The Israeli Committee Against House Demolitions, The Parents Circle – Family Forum, Neve Shalom/Wahat al-Salam-Schule.

Das Seminar adressiert u.a. folgende Fragen: Wie wird die Gewalt- und Psychotraumageschichte beider Kollektive in Filmkulturen aus oder über den so genannten Nahen Osten verarbeitet? Wie lässt sich das Verhältnis von Simultaneität und Konfliktträchtigkeit von (jüdisch-)israelischer und arabisch-palästinensischer Kultur, Gesellschaft und Politik beschreiben? Welche Rolle spielen die kulturellen Artefakte für das jeweilige Selbstverständnis und die Selbstkritik der beiden Kollektive? Wie hängen diese kulturellen Reflexionen mit offiziellen Erinnerungsnarrativen und kollektiven Ängsten und Feindbildern zusammen? Und was macht es in Deutschland so schwer, sachlich über Israel/Palästina und verschiedene Konfliktlösungsansätze (u.a. Zwei-Staaten-Lösung) zu sprechen?

Das SE umfasst einen Workshoptag zur internationalen Konflikt- und Friedensforschung, bei dem Studierende in verschiedenen Rollen mitwirken.

Bitte melden Sie sich nach Möglichkeit über diese Emailadresse an und erläutern Sie Ihr spezifisches Interesse an dem Thema in ein paar Sätzen: julia.koehne@cms.hu-berlin.de.

 

Prüfungsformen: Hausarbeit, multimediale Prüfung

Prüfung

Prüfungsformate: Hausarbeit, multimediale Prüfung

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Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2025/26. Aktuelles Semester: SoSe 2026.
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