Dieses Seminar bietet Studierenden eine grundlegende Einführung in verschiedene Ansätze der Umweltanthropologie. Wir werden uns ausgehend von der historischen Entwicklung des Teilgebietes insbesondere mit aktuellen Debatten zu Mensch-Umwelt-Verhältnissen beschäftigen, deren Erkenntnisse und Problematisierungen auf das gesamte Fach der Europäischen Ethnologie/Empirischen Kulturwissenschaft/Sozial- und Kulturanthropologie ausstrahlen. Der Schwerpunkt des Seminars liegt auf Perspektiven im Schnittfeld der Umwelt- und Wissensanthropologie bzw. den Science and Technology Studies.
Zentrales Anliegen der Umweltanthropologie ist differenziert zu verstehen, wie ‚Mensch‘ und ‚Umwelt‘ wechselwirken und wie sich ‚Gesellschaft‘ und ‚Natur‘ wechselseitig hervorbringen. Von besonderen Interesse sind dabei soziale, politische, ökonomische und ökologische Dynamiken und deren Wechselwirkungen. Forschungsansätze der Umweltanthropologie sind häufig interdisziplinär ausgerichtet und verbinden ethnografische Methoden mit ökologischen, historischen und politischen Analysen. Dabei beschäftigen sich umweltanthropologische Forschungsprojekte beispielsweise mit unterschiedlichsten Folgen des Klimawandels oder der Umweltverschmutzung, mit Klima- und Umweltgerechtigkeit, indigenen Wissenspraktiken und mit Konflikten um Landnutzung sowie sog. natürlichen Ressourcen.
Das Seminar findet wöchentlich im Wechsel in Präsenz und online über Zoom statt. Weitere Details werden zu Semesterbeginn bekannt gegeben. Bei Fragen zur Barrierefreiheit wenden Sie sich bitte direkt per E-Mail an die Lehrveranstaltungsleiterin. |