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„Der oppositionelle Blick“. Schwarze Figuration in Malerei und Film - Detailseite

Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer 533634
Semester WiSe 2025/26 SWS 2
Rhythmus Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfristen - Eine Belegung ist online erforderlich Zentrale Abmeldefrist    01.07.2025 - 31.03.2026    aktuell
Institut für Kunst- und Bildgeschichte 1. Frist    22.09.2025 - 20.10.2025   
Veranstaltungsformat Präsenz

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Gebäude Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Di. 09:00 bis 12:00 Einzel am 14.10.2025 3.42 (Seminarraum)
Stockwerk: 3. OG


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Pergamonpalais - Georgenstraße 47 (GEO 47)

Außenbereich nutzbar Innenbereich nutzbar Barrierearmes WC vorhanden Barrierearme Anreise mit ÖPNV möglich
  findet statt     20
Di. 09:00 bis 12:00 Einzel am 28.10.2025 3.42 (Seminarraum)
Stockwerk: 3. OG


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Pergamonpalais - Georgenstraße 47 (GEO 47)

Außenbereich nutzbar Innenbereich nutzbar Barrierearmes WC vorhanden Barrierearme Anreise mit ÖPNV möglich
  findet statt     20
Di. 09:00 bis 12:00 Einzel am 11.11.2025 3.42 (Seminarraum)
Stockwerk: 3. OG


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Pergamonpalais - Georgenstraße 47 (GEO 47)

Außenbereich nutzbar Innenbereich nutzbar Barrierearmes WC vorhanden Barrierearme Anreise mit ÖPNV möglich
  findet statt     20
Di. 09:00 bis 12:00 Einzel am 09.12.2025 3.42 (Seminarraum)
Stockwerk: 3. OG


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Pergamonpalais - Georgenstraße 47 (GEO 47)

Außenbereich nutzbar Innenbereich nutzbar Barrierearmes WC vorhanden Barrierearme Anreise mit ÖPNV möglich
  findet statt     20
Di. 09:00 bis 12:00 Einzel am 13.01.2026 3.42 (Seminarraum)
Stockwerk: 3. OG


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Pergamonpalais - Georgenstraße 47 (GEO 47)

Außenbereich nutzbar Innenbereich nutzbar Barrierearmes WC vorhanden Barrierearme Anreise mit ÖPNV möglich
  findet statt     20
Di. 09:00 bis 12:00 Einzel am 27.01.2026 3.42 (Seminarraum)
Stockwerk: 3. OG


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Pergamonpalais - Georgenstraße 47 (GEO 47)

Außenbereich nutzbar Innenbereich nutzbar Barrierearmes WC vorhanden Barrierearme Anreise mit ÖPNV möglich
  findet statt     20
Di. 09:00 bis 12:00 Einzel am 10.02.2026 3.42 (Seminarraum)
Stockwerk: 3. OG


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Pergamonpalais - Georgenstraße 47 (GEO 47)

Außenbereich nutzbar Innenbereich nutzbar Barrierearmes WC vorhanden Barrierearme Anreise mit ÖPNV möglich
  findet statt     20
Gruppe 1:


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Kuhn, Eva , Prof. Dr. (Vertretungsprofessorin für Kunstgeschichte der Moderne)
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Master of Arts  Kunst- und Bildgeschichte Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )     -  
Master of Arts  Kunst- und Bildgeschichte Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2025 )     -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Institut für Kunst- und Bildgeschichte
Inhalt
Kommentar

Das Konzept des „oppositionellen Blicks“ geht auf einen einflussreichen Essay der Kulturtheoretikerin bell hooks zurück (The Oppositional Gaze: Black Female Spectators, 1992). In kritischer Auseinandersetzung mit dominanten Bild- und Blickregimen formuliert hooks einen widerständigen Schwarzen weiblichen Blick, der hegemoniale Repräsentationsmuster in der visuellen Kultur aufdeckt und unterläuft. Der Blick wird dabei nicht nur als rezeptive Haltung verstanden, sondern als ermächtigende Praxis, die neue Bilder und Gegenbilder hervorbringt. Eine zentrale Referenz für hooks ist der für die Kunstwissenschaft bahnbrechende Aufsatz Visual Pleasure and Narrative Cinema (1975) von Laura Mulvey, der anhand des Repräsentationssystems Hollywood die „Frau als Bild“ im Kontext eines kontrollierenden Blicks (male gaze) herausstellt. Die Frage nach dem Bild der kolonialisierten, nicht-weißen Frau bleibt dabei offen. hooks’ Kritik an dieser Leerstelle bildet die theoretische Grundlage für das Seminar.

Ausgehend von hooks’ Konzept untersuchen wir künstlerische Arbeiten, die die Frage nach der „Frau als Bild“ im Zusammenhang mit Schwarzen Selbst- und Fremdbildern, kolonialen Bildpolitiken und deren ästhetischer Re-Visionierung zur Diskussion stellen. Im Fokus stehen Strategien, die das Verhältnis von Bild und Blick gezielt irritieren – etwa durch die Subversion tradierter Darstellungsweisen, durch visuelle Gegenerzählungen oder durch aktive Re-Lektüren westlicher Kunstgeschichte/kanonischer Werke. Besondere Aufmerksamkeit gilt zudem der künstlerischen Auseinandersetzung mit Darstellungen Schwarzer Körper in der europäischen Malerei des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Diese historischen Bildtraditionen werden im Seminar im Dialog mit zeitgenössischen Arbeiten diskutiert. Das Seminar versteht zeitgenössische Praktiken Schwarzer Künstler:innen als Eingriffe in die Wissens- und Bedeutungsordnungen der Kunstgeschichte – als Bildpolitiken, die dominante Repräsentationsmuster erkennbar machen und neue Repräsentationsformen und Narrative entwerfen.

Zur Diskussion steht eine Auswahl an Arbeiten von Fronza Woods, Julie Dash, Faith Ringgold, Mickalene Thomas, Howardena Pindell, Romare Bearden, Danielle McKinney, Lynette Yiadom-Boakye, Wangari Mathenge, Esiri Erheriene-Essi, Henry Taylor, William H. Johnson, Laura Wheeler Waring sowie Arbeiten im Dialog mit Marie-Guillemine Benoist, Edouard Manet, Félix Vallotton, Jean-Pierre Schneider, Aimé Mpane, Maud Sulter, Elisabeth Colomba, Tsandile Tschabalala und Roméo Mivekannin.

Die künstlerischen Arbeiten werden mit Schlüsseltexten aus den Black Studies und feministischer Kunsttheorie verschränkt – darunter Beiträge von bell hooks, Audre Lorde, Saidiya Hartman, Tina Campt, Hortense Spillers, Lorraine O’Grady, Judith Wilson, Denise Murrell, Adrian Piper sowie Sander L. Gilman und Malek Alloula.

Die Inhalte werden in den Sitzungen in gemeinsamer Diskussion entwickelt. Dies setzt eine regelmäßige Teilnahme, die selbstständige und gründliche Erarbeitung der Texte sowie aktive mündliche Mitarbeit voraus. Für jede Sitzung bereiten Gruppen von Expert:innen einen zehnminütigen Input sowie Diskussionsfragen vor. Diese Gruppenarbeit bildet die Grundlage für die individuelle Weiterarbeit im Rahmen einer möglichen Hausarbeit.

Bemerkung

Das Seminar findet in doppelten Sitzungen, dienstags, 9-12 Uhr, in Raum 3.42, Georgenstraße 47, an folgenden Terminen statt: 14.10.2025, 28.10.2025, 11.11.2025, 09.12.2025, 13.01.2026, 27.01.2026, 10.02.2026.

Prüfung

Hausarbeit

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2025/26. Aktuelles Semester: SoSe 2026.
Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin