| Kommentar |
Das Seminar widmet sich der epistemologischen und ästhetischen Analyse bildgebender Verfahren, mit denen das Unsichtbare – insbesondere dunkle Materie – sichtbar gemacht wird. Im Zentrum steht die Frage, wie Bilder nicht nur Phänomene des Dark Universe darstellen, sondern diese durch visuelle Modellierung aktiv konstituieren. Anhand ausgewählter wissenschaftlicher Bildtechnologien wird die Bildproduktion als erkenntniskritische Praxis untersucht. Das Seminar verfolgt eine doppelte Perspektive: Einerseits werden die technischen und medientheoretischen Bedingungen der Visualisierung dunkler Materie analysiert, andererseits wird ihre Bildautorität im Kontext modelltheoretischer und postkolonialer Kritik reflektiert. Ziel ist es, die bildgebenden Verfahren im Spannungsfeld von Medialität, Erkenntnis und Imagination methodisch reflektiert zu diskutieren – und auf dieser Grundlage kritische Zugänge zur Bildproduktion über das Unsichtbare zu entwickeln. |
| Literatur |
Arcand, Kimberly; Watzke, Megan, Light: The Visible Spectrum and Beyond, Black Dog & Leventhal: New York 2024.
Clegg, Brian, “The Matter of Missing Matter”, in: Clegg, Brian, Dark Matter and Dark Energy, Icon Books: London 2019, 31-80.
Cubitt, Sean, The Practice of Light: A Genealogy of Visual Technologies from Prints to Pixels, MIT Press: Cambidge, MA 2014.
Daston, Lorraine; Galison, Peter, Objektivität, Suhrkamp: Berlin 2024 [2007]. |