Museen gehören zu den prominentesten Bauaufgaben im städtischen Raum. Sie dienen nicht nur der Repräsentation von Stadt, Staat oder privatem Mäzenatentum, sondern spiegeln auch sich verändernde Vorstellungen von Kunst und Öffentlichkeit wider und werden bewusst in Prozesse der Stadtentwicklung eingebunden.
Dabei müssen Museumsarchitekturen auf unterschiedliche Anforderungen reagieren. Als dauerhafte Orte der Aufbewahrung von Sammlungen müssen sie technische und räumliche Rahmenbedingungen für den Erhalt der Kulturgüter schaffen. Als Bühnen für die dauerhafte oder temporäre Ausstellung von Objekten müssen sie Ansprüche an Zugänglichkeit und Sicherheit erfüllen. Als öffentliche Orte der Bildung, kulturellen Vermittlung und sozialen Interaktion nehmen Museen eine Schlüsselposition für das gesellschaftliche Leben ein.
Das Seminar untersucht die Entwicklung der Bauaufgabe des öffentlichen Museums seit der Mitte des 18. Jahrhunderts anhand ausgewählter Beispiele. Betrachtet werden sowohl Neu- und Umbauten als auch ephemere Architekturen – in Berlin ebenso wie im internationalen Kontext. |