| Kommentar |
Seit ihren Anfängen wird der Fotografie eine besondere Wirklichkeitsnähe und darin fußende Beweiskraft zugeschrieben. Sie galt als „Spiegel des Realen, als mechanisches Gedächtnis und künstliches Auge des Menschen“ (Peter Geimer). Im privaten Gebrauch, in den Medien, aber auch als eigene Kunstform erlangte sie eine zunehmend wichtige Rolle. Spätestens mit den Möglichkeiten ihrer digitalen Bearbeitung und Manipulation, aber auch instantanen und massenhaften Verbreitung ist ein neues Zeitalter der Fotografie angebrochen, das neue Fragen nach der Bedeutung und dem Gebrauch dieses Mediums aufwirft.
Im Rahmen des Seminars wollen wir uns sowohl den Anfängen fotografischer Praktiken und Techniken im 19. Jahrhundert zuwenden, als auch mit grundlegenden theoretischen Ansätzen beschäftigen, die das Wesen und die Bedeutung des fotografischen Bildes auszuloten versuchen (Walter Benjamin, Roland Barthes, …). Schließlich sollen anhand konkreter, auch rezenter Beispiele Grundkompetenzen der Beschreibung von, und des Umgangs mit fotografischen Bildern erprobt und geübt werden, welche auf die Entwicklung einer eigenen Fragestellung und das wissenschaftliche Arbeiten mit Fotografien im Rahmen einer Hausarbeit vorbereiten. |