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Geschnittene Form. Schneiden als künstlerische Praxis - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer 533650
Semester WiSe 2017/18 SWS 2
Rhythmus Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist - Eine Belegung ist online erforderlich
Veranstaltungsformat Präsenz

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Gebäude Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Do. 10:00 bis 12:00 wöch 19.10.2017 bis 15.02.2018  3.16 (Seminarraum)
Stockwerk: 3. OG


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Pergamonpalais - Georgenstraße 47 (GEO 47)

Außenbereich nutzbar Innenbereich nutzbar Barrierearmes WC vorhanden Barrierearme Anreise mit ÖPNV möglich
  findet statt    
Gruppe 1:
Zur Zeit keine Belegung möglich


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Pratschke, Margarete , Prof. Dr.
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Bachelor of Arts  Kunst- und Bildgeschichte Kernfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )     -  
Bachelor of Arts  Kunst- und Bildgeschichte Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )     -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Institut für Kunst- und Bildgeschichte
Inhalt
Kommentar

Der Schnitt und die verschiedenen Schneidetechniken gehören zu jenen fundamentalen künstlerischen Praktiken, die eindeutige Gattungszuordnungen, Medienzugehörigkeiten oder Bedeutungszuschreibungen überschreiten. Seit der Aufklärung etabliert sich mit dem Scherenschnitt ein bürgerliches Formprinzip, während sich seit dem 20. Jahrhundert auch avantgardistische Künstler Schnitttechniken aneignen, um filigrane Scherenschnittfilme oder Collagen anzufertigen.

Das Seminar untersucht an ausgewählten Beispielen seit dem 18. Jahrhundert das negative Formgebungsprinzip des Schnitts und geht insbesondere jenen Transformationen und Bedeutungsverschiebungen nach, die wesentliche Impulse aus wissenschaftlichen Fragestellungen jenseits der Künste erfahren haben. Die exemplarische Analyse von Schnittprinzipien wird dabei so unterschiedliche Facetten umfassen wie die physiognomischen Scherenschnittporträts Lavaters, Carus’ und Goethes, die reformpädagogische Praxis des Schneidens sowie Schnitt- und Collageverfahren der Moderne (Höch, Matisse etc.), aber auch die Scherenschnittfilme Lotte Reinigers oder Zeitungsausschnitte als kulturtechnischer Praxis. Ziel ist es, die Bedeutung des Schnitts als künstlerische Praxis in seinen verschiedenen Ausprägungen und historischen Facetten zu bestimmen – und die Ergebnisse von Schnittpraktiken sowohl als wissenshistorische Papierobjekte als auch als Kunstformen zu interpretieren.

 

Literatur

Marion Ackermann (Hg.): SchattenRisse. Silhouetten und Cutouts, Ausst.kat., Ostfildern-Ruit 2001; Ernst Biesalski: Scherenschnitt und Schattenrisse. Kleine Geschichte der Silhouettenkunst, München 1964; Evamaria Blattner, Dorothee Kimmich (Hg.): Lotte Reiniger – im Kontext der europäischen Medienavantgarde, Tübingen 2011; Anke Te Heesen: Der Zeitungsausschnitt. Ein Papierobjekt der Moderne, Frankfurt a. M. 2006.

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2017/18. Aktuelles Semester: WiSe 2025/26.
Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin