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Wer schreibt was, wie und warum? Musik und Geschichtsschreibung - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer 53452
Semester WiSe 2019/20 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist Es findet keine Online-Belegung über AGNES statt!
Veranstaltungsformat Präsenz

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
Di. 18:00 bis 20:00 Einzel am 15.10.2019 Institutsgebäude - 501 Am Kupfergraben 5 (AKU 5) - (Unterrichtsraum)   findet statt     1000
Di. 18:00 bis 21:00 Einzel am 07.01.2020 Institutsgebäude - 501 Am Kupfergraben 5 (AKU 5) - (Unterrichtsraum)   findet statt     1000
Mi. 18:00 bis 21:00 Einzel am 15.01.2020 Institutsgebäude - 401 Am Kupfergraben 5 (AKU 5) - (Unterrichtsraum)   findet statt     1000
Sa. 10:00 bis 18:00 Einzel am 25.01.2020 Institutsgebäude - 401 Am Kupfergraben 5 (AKU 5) - (Unterrichtsraum)   findet statt     1000
So. 11:00 bis 18:00 Einzel am 26.01.2020 Institutsgebäude - 401 Am Kupfergraben 5 (AKU 5) - (Unterrichtsraum)   findet statt     1000
-.  bis  wöch     findet statt     1000
Gruppe 1:
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Kim, Jin-Ah, Professorin, Dr.
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Master of Arts  Musikwissenschaft Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2017 )   -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Institut für Musikwissenschaft und Medienwissenschaft
Inhalt
Kommentar

Die Geschichtsschreibung scheint auf den ersten Blick wenig mit Problemen der Subjektivität des Schreibenden zu tun zu haben. Aktuelle geschichtsorientierte interdisziplinäre Diskussionen machen aber deutlich, wie tiefgehend die Geschichtsschreibung mit der Subjektivität des Schreibenden, dessen Deutungs- und Wertzuschreibungen sowie Perspektivität zu tun haben kann, und dass eine Geschichte immer etwas Konstruiertes ist. Angeregt durch solche Diskussionen beschäftigt sich das Seminar mit dem Verhältnis von Musik und Geschichtsschreibung. Als aufzuarbeiten gelten Formen narrativer Modellierung vergangener musikbezogener Fakten anhand der Musikgeschichtsschreibungen von der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Im Vordergrund stehen dabei folgende Fragen: Wie wird Musikgeschichte konstituiert? Inwieweit spielt dabei die Subjektivität des Schreibenden eine Rolle? Wie steht diese Subjektivität zur sozialen Wissens-, Wahrnehmungs- und Deutungspraxis? Welche spezifischen Probleme stellen sich bei Musikgeschichtsschreibung durch ihre Selektivität und Perspektivität? Daneben analysiert das Seminar das politische und ideologische Potential der Musikgeschichtsschreibung, das etwa in Grenzziehungen zwischen Kunst und Nicht-Kunst, zwischen Schriftlichkeit und Nicht-Schriftlichkeit und zwischen Eigenem und Fremdem deutlich wird. Ferner soll auch diskutiert werden, wie mit den standardisierten Modellen der Musikgeschichtsschreibung umzugehen ist, und ob alternative Konzepte denkbar sind.

Literatur

Stefan Jordan, Theorien und Methoden der Geschichtswissenschaft, 3. Auflage, Paderborn 2009.

Lothar Kolmer, Geschichtstheorien, Paderborn 2008.

Friedrich Geiger und Tobias Janz (Hg.), Carl Dahlhausʼ Grundlagen der Musikgeschichte. Eine Re-Lektüre, Paderborn 2016.

Andreas Linsenmann und Thorsten Hindrichs (Hg.), Hobsbawm, Newton und Jazz. Zum Verhältnis von Musik und Geschichtsschreibung, Paderborn 2016.

Michele Calella und Nikolaus Urbanek (Hg.), Musikhistoriographie(n), Wien 2015.

Sandran Danielczk et al. (Hg.), Konstruktivität von Musikgeschichtsschreibung. Zur Formation musikbezogenen Wissens, Hildesheim 2012.

Frank Hentschel, Bürgerliche Ideologie und Musik. Politik der Musikgeschichtsschreibung in Deutschland 17761871, Frankfurt am Main 2006.

Nico Schüler (Hg.), Zu Problemen der ‚Heroen‘- und der ‚Genie‘-Musikgeschichtsschreibung, Hamburg 1998.

Werner D. Freitag, Der Entwicklungsbegriff in der Musikgeschichtsschreibung. Darstellung und Abgrenzung musikhistorischer Epochen, Wilhelmshaven 1979.

 

Prüfung

Hausarbeit

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2019/20. Aktuelles Semester: SoSe 2021.
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