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"Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer": Zur Philosophie und Ästhetik des Traums - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Q-Team Veranstaltungsnummer 21811639
Semester SoSe 2019 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist - Eine Belegung ist online erforderlich

Termine

Gruppe 1 iCalendar Export iCalendar Export
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
iCalendar Export Mi. 16:00 bis 18:00 wöch
Einzeltermine anzeigen
Fritz Strassmann-Haus - 1.03 Hannoversche Straße 6 (HN 6) - (Unterrichtsraum)   findet statt     1000
Gruppe 1:
Zur Zeit keine Belegung möglich


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Kılıç, Sinem verantwortlich
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Universitätsverwaltung, Studienabteilung (I), Administration Qualitätspakt Lehre, bologna.lab
Inhalt
Kommentar

Was sind Träume und wie entstehen sie? Warum träumen wir? Und wie lassen sich Traum und Realität voneinander unterscheiden? Denn dass das ganze Leben womöglich nur ein Traum sei – dieser alte Gedanke hat sich bis heute als Vorbehalt gegen die für unser alltägliches Denken und Handeln so selbstverständliche Annahme einer real vorgegebenen Welt erhalten. Noch lange bevor Sigmund Freud mit seiner Traumdeutung im Jahr 1899 den Traumdiskurs auf dem Gebiet der Psychoanalyse entscheidend geebnet hat, gab es bereits Auseinandersetzungen mit dem Phänomen des Traums, der in der Gesellschaft, Kultur und Religion sowohl der westlichen als auch der (mittel-/fern)östlichen Welt eine wichtige Stellung einnahm und seitdem immer wieder auf die unterschiedlichste Weise durchdacht worden ist. So findet sich bereits im Gilgamesch-Epos aus der babylonischen Zeit ein erstes Zeugnis zur Bedeutung des Traums; in der griechischen Antike wurde der Topos des Traums dann durch Platon (Politeia, Phaidon, Timaios) und besonders durch Aristoteles (De somno et vigilia; De insomniis) untersucht; eine systematische Auseinandersetzung findet sich dann in dem fünfbändigen Traumbuch (Oneirokritika) des antiken Traumdeuters Artemidor von Daldis, das sich bis in die Renaissance hinein besonderer Beliebtheit erfreute und noch von Freud zitiert wird. Was verstand man im Laufe der Zeit jeweils unter Träumen, und welche Rolle kam ihnen in Bezug auf die Philosophie zu? Wie lassen sich Träume verstehen bzw. interpretieren? Und schließlich: Wie lässt sich über Träume als anthropologische Konstante urteilen? Diesen Fragen soll im Rahmen dieses Q-Teams nachgegangen werden.

Hierfür werden einige wichtige Stationen dieses Nachdenkens über Träume nachgezeichnet, die von der Antike (Mythologie, Hesiod, Homer, Platon, Aristoteles, Artemidor, Cicero, Lukian) über das Mittelalter (Augustinus, Ibn Sīrīn) bis hin zur (frühen) Neuzeit (Descartes, Locke, Kant, Schopenhauer, Nietzsche, Bergson) reichen. Neben Schriften der Philosophie sollen dabei auch wichtige Traumszenen in der Literatur (Shakespeare, Calderón, Goethe, Hoffmann, Jean Paul, Baudelaire, Carroll, Gogol, Dostojevskij, Rimbaud, Kafka, Borges et al.), in der bildenden Kunst (Bosch, Friedrich, Goya, Breton und der Surrealismus), im Film (Murnau, Lynch, Nolan, Gondry) und in der Musik (Beethoven, Schubert, Wagner) für die Entwicklung einer eigenen Forschungsfrage in Betracht gezogen werden. Die Ergebnisse dieses Q-Teams sollen am Ende des Semesters im Rahmen eines eintägigen Workshops präsentiert werden. Dieses Q-Team kann je nach Präferenz in Deutsch oder Englisch geführt werden.

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SoSe 2019. Aktuelles Semester: WiSe 2019/20.
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